Prinzessin Anja I. dankt mit reichlich Kamelle

Von: Wolfgang Weber
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Teuflich attraktiv: Viele liebevoll kostümierte Jecke und Gruppen prägten wieder das Bild des Büsbacher Kinderzugs, der trotz des Regens eine große Kulisse fand. Foto: des Büsbacher Kinderzugs, der trotz des Regens eine große Kulisse fand.

Stolberg-Büsbach. Das Wetter meinte es wirklich nicht gut mit den Büsbachern - aber die störten sich überhaupt nicht daran. Der Karnevalszug am Sonntag durch das Land der „Bareschesser” war trotz des Nieselregens ein Zug voller Sonnenschein.

Sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Jecken an den Straßenrändern herrschte eitel Freude. Mit insgesamt 29 Fußgruppen und Mottowagen erreichte der Zug erneut eine Rekordmarke. Für Prinzessin Anja I. (Liedig) wurde ihre Session somit zur Triumphfahrt.

Der Büsbacher Karnevalszug bleibt also äußerst attraktiv und auf Wachstumskurs. Gruppen und Karnevalsgesellschaften aus den Stolberger Stadtteilen machten dazu ihre Aufwartung ebenso wie die KG Elferrat aus Rott. Den Zug bereicherten jeweils mit ihrem Hofstaat die Tollitäten aus dem „Balkan”, aus Breinig und von der „Mölle”.

Auch die Zuschauer rechts und links des Weges standen überwiegend dicht gedrängt in mehreren Reihen hintereinander. Die allermeisten waren entgegen dem landläufigen Trend kostümiert - wenn auch einige sich ausschließlich hinter einer Sonnebrille oder unter einem bunten Hütchen verkleideten.

So richtig kuschelig eng wurde es besonders im Bereich Büsbach Markt bis „Barriere”. Dort hatten die Zugordner teilweise ganze Arbeit zu leisten weil ständig Jecken auf die Straße drängten um dem Geschehen besonders nahe zu sein. Auch wenn alle Zugteilnehmer äußerst lebendig und wohlwollend empfangen wurden - Prinzessin Anja I., die 45. Tollität der „Bareschesser”, übertraf alle und verteilte beidhändig Kamelle.

Als sehr leidensfähig und strapazierbar erwies sich erneut die Büsbacher Jugend. Vor allem die weiblichen Teenager traten ungeachtet der bescheidenen Temperatur um fünf Grad Celsius teilweise recht knapp und aufreizend bekleidet in die Öffentlichkeit. Verschont blieb der närrische Umzug vom Anblick übermäßig alkoholisierter Jugendlicher, was auch die Helfer des Deutschen Rotes Kreuzes bestätigten. Aufwendig und liebevoll gestaltet hatten die Gruppen im Zug sich selber wie auch ihre Wagen.

Als gelungene Beispiele dafür zählten der handbemalte Prunkwagen der KG „Mölle”, die unüberhörbaren Alemannia-Fans, Gruppen von Marienkäfern, Dalmatinern, antiken Römern und kunterbunten Enten.

Entlang des Zugweges feierten Bösbicher und Karnevalstouristen, es wurde geschunkelt und gesungen. In vielen Häusern entlang der Konrad-Adenauer-Strasse waren die Fenster der Wohnungen bis in die höchsten Etagen weit geöffnet und mit Narren besetzt.

Gemeinsam trotzen die Jecken unten auf der Straße dem andauernden Nieselregen, der nur zeitweise aussetzte. Viel Kamelle, Pralinen, Blumen und sonstige Nettigkeiten wurden unters Volk gebracht, gegeizt hat ungeachtet der viel beschriebenen Weltwirtschaftskrise keiner im Zug.

Obwohl die Stolberger Polizei den Zug mit zwei Streifenwagen absicherte, gelang es einigen uneinsichtigen Autofahrern sich im unbewachten Moment in den Umzug einzuschmuggeln um ihre Fahrt fort zu setzen; zu Zwischenfällen kam es nicht.
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