Prinzenpaar in Venwegen von mehr als 600 Narren gefeiert

Von: Dirk Müller
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Das Venwegener Prinzenpaar Michael I. (Köppen) und Astrid (Robens) macht unmittelbar nach der Proklamation mit seinem 12-köpfigen Hofstaat tüchtig Stimmung bei der großen Kostümsitzung der Vennkatze, die mehr als 600 Narren besuchen. Foto: D. Müller

Stolberg-Venwegen. Das bis dato traditionell wohlgehütete Geheimnis ist gelüftet: Prinz Michael I. (Köppen) und Prinzessin Astrid (Robens) regieren ab sofort die Venwegener Narrenschar. Proklamiert wurde das Prinzenpaar wie üblich mitten in der großen Kostümsitzung der Karnevalsvereinigung (KV) De Vennkatze, und schon der Einmarsch der Tollitäten glich einem fantastischen Triumphzug, der schier nicht enden wollte. Mehr als 600 Jecke im Venwegener Festzelt feierten die neuen närrischen Herrscher frenetisch.

„Feierbiest“ und jecke „Ikone“

Sitzungspräsident Norbert Breuer stellte Michael I. als einen Mann vor, der in seiner schwäbischen Heimat Freileitungsmonteur ist und als „Mister 100.000 Volt“ bekannt sei, wogegen er sich in Venwegen den Beinamen „Feierbiest“ verdient habe. Durch seine Lebensgefährtin Silke Strixner ist Michael I. zu den Vennkatzen gekommen, und an seiner Seite begleitet ihn eine wahre „Ikone“ im Venwegener Karneval durch die Session.

Prinzessin Astrid war unter anderem bereits selbst Tanzmariechen bei der KV, fungierte als Trainerin wie als Betreuerin, und war schon oft bei dem kultigen Finale der Kostümsitzung, das die Vennkatze mit eigenen Kräften gestalten, auf der Bühne zu sehen.

„Grüß Gottle“

Der frisch inthronisierte Karnevalsprinz Michael I. machte zunächst aus seiner Herkunft keinen Hehl, begrüßte die Narren im Zelt mit „Grüß Gottle“ und babbelte munter schwäbisch weiter. Zur Überraschung der Jecken antwortete Prinzessin Astrid in eben jenem Dialekt, forderte ihren Prinzen allerdings auf, zum Venwejener Platt zu wechseln.

Michael I. versuchte dies und gab sich redlich Mühe, bevor er im Sinne der besseren Verständlichkeit für alle Gäste ins Hochdeutsche verfiel. Getreu dem diesjährigen Vennkatzen-Motto „Karneval ist wunderbar – de Vennkatz fiert als Schlagerstar“ präsentierte das Prinzenpaar anschließend sein Lied.

„Als Prinzenpaar woll‘n wir mit Euch feiern“, bekannten die singenden Tollitäten und ganz Venwegen stimmte dem bereitwillig zu. Kaum war der tosende Applaus verebbt, ließ das Prinzenpaar sein illustres 12-köpfiges Gefolge von der Leine, das in seiner ansprechenden Tanz-Schlager-Show ein schwungvolles Medley zum Besten gab.

Starke eigene Kräfte

Die Kostümsitzung mit Proklamation der Vennkatzen war eine sehr stimmungsvolle Veranstaltung, bei der Präsident Breuer ein hochkarätiges Programm servierte. Angefangen beim Einmarsch der KV, die mit rund 100 aktiven Vennkatzen die Bühne füllte. Dementsprechend hatte die KV viele attraktive Programmpunkte aus den eigenen Reihen zu bieten.

Das Kindermariechen Maike Schwarz begeisterte das Publikum ebenso wie die inzwischen 19-köpfigen Mini-Vennkätzchen. Mit Wehmut und ein paar Tränen verabschiedete die KV das Vorjahresprinzenpaar Daniel Koch und Alicia Cuenca, die 12-köpfigen Vennkätzchen stellten zur Freude der Gäste ihren neuen Tanz gekonnt vor, und Mariechen Laura Robens tanzte zu Ehren der neuen Tollitäten.

Sehenswert waren auch die Darbietung der 17 jungen Damen der Showtanzgruppe der KV und natürlich das schon fast legendäre Finale, bei dem sich zahlreiche Vennkatzen als Schlagerstars verausgabten.

Debüt kommt an

Vor der langen After-Show-Party sagte Breuer Größen des Karnevals an wie den aus dem Fernsehen bekannten Bauchredner Patrick Martin oder den Comedy-Zauberer und Büttenredner Schmitz Backes. Als Büttenredner der neuen Generation gab Christian Pape sein Debüt in Venwegen und kam bestens beim Publikum an.

Ebenso wie die musikalischen Programmpunkte, die für tolle Stimmung bei den Vennkatzen und ihren vielen feiernden Gästen sorgten.

Für „den guten Ton“ zuständig waren „Die Aachener Stadtmusikanten“, das Trompetencorps „Die Weisweiler“, die Band „Hätzblatt“ sowie die Sitzungskapelle Heinz Hilgers und die DJs Manfred und Rolf Zimmermann am Plattenteller.

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