Preiserhöhung: Schwimmer tauchen ab

Von: gro
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Das Hallenbad in Stolberg hat immer noch seine treuen Nutzer. Auch wenn deren Zahl zuletzt immer weiter absinkt. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Der negative Besuchertrend im Schwimmbad Glashütter Weiher hat sich im vergangenen Jahr fortgesetzt. Zwar lassen die Statistiken der Verwaltung, die dem Sportausschuss am kommenden Dienstag vorgelegt werden, eine deutliche Verlangsamung erkennen.

Gleichwohl war die Zahl der Nutzer 2012 gegenüber dem Vorjahr erneut rückläufig. 72.844 Buchungen registrierte die Kassenanlage, das sind 198 weniger. Weitaus dramatischer hatte sich die Lage 2011 dargestellt. Seit der Anhebung der Eintrittspreise zum 1. Juli und dem 31. Dezember war damals ein Minus von satten 13,4 Prozent ermittelt worden.

Rein finanziell gesehen hat sich die Preiserhöhung bewährt: Während die Besucherzahlen sinken, steigen die Einnahmen. Verbuchte die städtische Kämmerei 2010 noch 136.423 Euro auf der Habenseite, waren es im Folgejahr schon 183.863 und 2012 sogar 210.446 Euro.

Das kommt der Stadt nicht nur wegen der Beteiligung am Stärkungspakt Stadtfinanzen, sondern auch angesichts der zuvor getätigten Investitionen zweifellos entgegen. Im April 2007 war das Hallenbad nach der 14-monatigen und rund 3,8 Millionen Euro teuren Sanierung wiedereröffnet worden. Zwei Jahre später wurde ein 130.000 teures Blockheizkraftwerk installiert, das sich aufgrund der erzielten Einsparungen beim Energieverbrauch allerdings innerhalb von vier Jahren amortisieren soll.

Immer wieder Beschwerden

Wie schwer trotz der positiven Einnahmeentwicklung der Rückgang bei den Nutzern wiegt, wird die Ausschusssitzung zeigen. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Beschwerden über die Preispolitik aus der Bürgerschaft gegeben.

Prozentual gesehen hatten es die Anhebung tatsächlich in sich: Seit dem 1. Juli 2011 kostet die Tagesmarke für Erwachsene 4 statt bis dato 3 Euro und somit 33,3 Prozent mehr, die Erhöhung bei Schülern und Jugendlichen schlug mit 50 Cent (von 2 auf 2,50 Euro) mit 25 Prozent zu Buche. Der Preis für die Zehnerkarten für Erwachsene war von 24 auf 32 sowie für Schüler und Jugendliche von 16 auf 21 Euro angehoben worden.

Im Gegenzug bietet die Stadt seitdem Hundertermarken für 200 (Erwachsene) bzw. 150 Euro (Kinder/Jugendliche) an. Zudem wurde eine Familienkarte zum Preis von 9 Euro eingeführt. Wie intensiv diese Angebote genutzt wurden und werden, kann die Verwaltung jedoch nicht genau sagen. „Das Registraturvolumen des Kassenanlage ist ausgeschöpft“, erklärt Fachbereichsleiter Willi Seyffarth. Eine Differenzierung zwischen Einzel- und Sammeltickets sei beim Eintritt deshalb nicht möglich.

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