Stolberg - Positives Fazit der Jugendberufshilfe

Positives Fazit der Jugendberufshilfe

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Die Verantwortlichen der Jugendberufshilfe (JBH) Stolberg zogen bei der Mitgliederversammlung des Trägervereins eine positive Bilanz der vergangenen zwölf Monate, auch wenn ein Ereignis das Jahr überschattete:

„Der plötzliche Tod unserer Kollegin Birgit Breidenich erschütterte uns völlig unvorbereitet“, sagte Katja Knospe, die den Jahresbericht in Vertretung von Gertrud Smets, Leiterin der Werkstatt, die verletzungsbedingt der Versammlung fern bleiben musste, vortrug.

Das Team konnte mit Nathalie Kober die Textilwerkstatt im September 2012 neu besetzen. Mit 15 regulären Teilnehmern und 15 vollschulzeitpflichtigen Jugendlichen seien Holz-, Garten- und Textilwerkstatt der JBH durchgängig ausgelastet gewesen, resümierte Knospe.

Die Sozialarbeiterin erinnerte unter anderem an den von den Jugendlichen gestalteten Schuppen und künstlerische Themen wie „Film und Theater“ und auch an das Engagement der Jugendlichen beim Stolberger Bündnis gegen Radikalismus und beim Nudelbuffet für den guten Zweck sowie an die Zusammenarbeit mit der Stolberger Tafel und der Stadtbücherei.

Mit Erfolg nehme die Stolberger JBH nun seit eineinhalb Jahren an dem Landesprogramm „Jugend in Arbeit“ teil und habe bereits rund 50 Jugendliche im Auftrag des Jobcenters und der Agentur für Arbeit betreut. „Sie werden hier beraten und betreut, und wir nehmen Kontakt zur Handwerks- und Industrie- und Handelskammer auf, um die jungen Leute zu vermitteln. Sind sie in Arbeit, können sie noch ein weiteres Jahr unsere Betreuung in Anspruch nehmen“, erläuterte Knospe.

Doch die Jugendlichen an den Arbeitsmarkt zu vermitteln, sei nach wie vor schwierig, meinte Förderlehrerin Sabine Giesker: „Insgesamt sind die Chancen für junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt derzeit zwar besser, aber auf unsere Klientel treffen die positiven statistischen Werte leider kaum zu.“ Und selbst wenn die jungen Leute einen Arbeitsplatz bekommen, sei dies nicht immer zufriedenstellend, ergänzte Manfred Hansen, Vorsitzender des Trägervereins: „Manche sind, obwohl sie 40 Stunden pro Woche arbeiten, nicht in der Lage, von dem Verdienst dafür zu leben. Sie müssen trotz Vollzeitbeschäftigung zum Amt gehen, um ihren Lohn aufstocken zu lassen. Das ist auch für uns schlichtweg frustrierend“, monierte Hansen.

Formal wählte die Versammlung Wolf van der Weiden, Frank Gilles und Hajo Herling zum Vereinsausschuss. Sie bilden damit das beratende und unterstützende Kontrollgremium des Vereinsvorstands. Kassierer Martin Künzer wurde einstimmig entlastet und auch sein Haushaltsplan für 2013 einhellig genehmigt. Künzer stellte der Versammlung auch den „Aachener Aufruf“ des Dachverbandes „Pro Arbeit“ vor.

Der Aufruf fordert, das Jobcenter müsse bestehende Spielräume für eine regionale und strukturpolitisch verankerte Arbeitsmarktpolitik nutzen, statt einen „ruinösen Wettbewerb“ bezüglich der Aufträge zu fördern. Ebenfalls einstimmig beschlossen die Anwesenden, dass die JBH Stolberg diesen „Aachener Aufruf“ unterstützen und das Anliegen den Kupferstädter Politikern nahebringen wolle.

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