Polizei überwacht Büsbacher Kreuzung 78 Minuten

Von: -jül-
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Stolberg-Büsbach. Von wegen, sie habe am Freitag an der Büsbacher Kreuzung gestanden und nichts unternommen. Vehement widerspricht das Aachener Polizeipräsidium den Darstellungen von Beobachtern der Verkehrssituation im abgesperrten Baustellenbereich von Konrad-Adenauer- und Aachener Straße.

Die hatten erklärt, dass ein Streifenwagen vor dem dortigen Autohaus gestanden, aber trotz zahlreicher Verkehrsverstöße nicht unternommen zu haben. Autofahrer rückten Absperrgitter zur Seite oder fuhren über Bürgersteige.

Es entspreche zwar den Tatsachen, dass am frühen Freitagabend „ein Streifenwagen eine ganze Zeit lang vor dem Autohaus das ordnungswidrige Verhalten des fließenden Verkehrs beobachtet” habe, aber „es entspricht nicht den Tatsachen, dass die Beamten nicht eingeschritten seien”, erklärt Polizeisprecherin Sandra Schmitz gegenüber unserer Zeitung.

Gegen 18.45 Uhr habe ein Bürger telefonisch eine Verkehrsbehinderung an der besagten Kreuzung gemeldet. „Eine Streifenwagenbesatzung fuhr dorthin und beobachtete mehrere der beschriebenen Verkehrsverstöße”, so Schmitz weiter. Dies nahmen sie zum Anlass, die Kreuzung in der Zeit von 18.46 bis 20.04 Uhr zu überwachen.

„Aufgrund der Vielzahl der festgestellten Verstöße war es den Beamten unmöglich, alle zu ahnden”, erklärt die Pressesprecherin. Die Polizisten entschieden sich „nach pflichtgemäßem Ermessen für die Ahndung der schwerwiegendsten Verstöße”.

Insgesamt wurden mehrere Verkehrsteilnehmer zur Kasse gebeten, die die Sperrbaken zur Seite stellten und den Baustellenbereich verbotswidrig befuhren. Vier Autofahrer mussten Verwarngelder bezahlen.

„Anschließend nahmen die Beamten andere Einsätze wahr, an denen es an diesem Freitagabend nicht mangelte”, so Schmitz weiter. Zu diesen zählte auch um 20.18 Uhr ein Verkehrsunfall mit einem verletzten Motorradfahrer an der Ecke Aachener Straße / Grüner Weg.

Dort war ein 20-jähriger Stolberger Kradfahrer in ein vor ihm fahrendes Auto hinein gefahren, so dass das Krad einen Totalschaden erlitt. Der Fahrer wurde bei dem Unfall verletzt und mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Der zu diesem Unfall eilende Streifenwagen war dann auch derjenige, der laut des Zeitungsartikels gegen 21.20 Uhr „die Blicke der Passanten” auf sich gezogen hat, „als er die Baustellenabsperrung auf beschriebene Art und Weise umfuhr, um möglichst bald zum Unfallort zu gelangen”, erklärt die Präsidiumsprecherin.

Im Übrigen habe die Polizei die Baustelle auch weiterhin immer im Blick gehabt.
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