Politischer Aschermittwoch bei den Stolberger Jusos

Von: dim
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Erik Hirsch (v. l.) und Tobias Behlau von den Stolberger Jusos nehmen am politischen Aschermittwoch „schwarze Murmeltiere“ auf Korn, weil sie auf „rote Rennpferde“ setzen. Foto: D. Müller

Stolberg. In Stolberg grüße das „Murmeltier“ nicht täglich, sondern nur alle fünf Jahre, meinen die Stolberger Jusos. „Es ist die seltene Gattung des Gressenicher Murmeltiers, das von seinen Junge-Union-Murmeltieren unterstützt wird.

Nach den Wahlen fallen sie gemeinsam regelmäßig in einen mehrjährigen Winterschlaf“, sagt Tobias Behlau, Vorsitzender der Jungorganisation der Stolberger SPD zum politischen Aschermittwoch. Gemeint mit dem „Murmeltier“ ist natürlich Axel Wirtz, CDU-Landtagsabgeordneter aus Gressenich, der schon seit 17 Jahren im Düsseldorfer Landtag sitzt. Und dort, so die Kritik der Stolberger Jusos, immer erst wieder auf sich Aufmerksam macht, wenn es in Richtung Wahl geht.

Besonders ärgerlich sei, so Behlau, dass sich Wirtz in Düsseldorf aktiv gegen die Regierungspolitik stelle, bei seiner Rückkehr nach Stolberg dann aber den Lohn der von Sozialdemokraten geprägten Arbeit für sich einstreichen wolle. Behlau nennt auch Beispiele: „Die Umgestaltung der Tal-achse in der Innenstadt wird zu 80 Prozent aus Landesmitteln gefördert. Diese Mittel hat die von der SPD geführte Regierung zur Verfügung gestellt, nachdem unser Landtagsabgeordneter Stefan Kämmerling sich für Stolberg eingesetzt hat. Warum dann ausgerechnet Axel Wirtz mit einem Spaten für Fotos posiert, ist seltsam.“

Behlaus Juso-Kollege Erik Hirsch ergänzt: „Dass Stolberg überhaupt wieder finanziell handlungsfähig ist und nicht mehr unter einem Nothaushalt leidet, liegt einzig und allein an dem Stärkungspakt Stadtfinanzen, bei dem die SPD-geführte Landesregierung der Kupferstadt Geld gibt.“ Kämmerling sei im vergleich zum „Murmeltier“ Wirtz ein Rennpferd. Auch die Jusos haben in den Wahlkampfmodus geschaltet. Am 14. Mai wird ein neuer Landtag gewählt.

Was Witz und seine „medienwirksame Inszenierung“ angehe, verstünden die Jusos nur „Bahnhof“ – etwa beim Thema Stolberger Hauptbahnhof. „Seit vielen Jahren engagiert sich die SPD-Frau Hildegard Nießen aktiv für den Hauptbahnhof, und die Umgestaltung ist wieder nur durch Landesmittel möglich, die von der rot-grünen Regierung locker gemacht wurden“, beschreibt Behlau.

Ein wichtiges Thema für die Jusos ist natürlich auch die Bildung. Auch hier würde die SPD punkten: „Ginge es nach Wirtz und seiner CDU in Düsseldorf, dürften wir uns zukünftig darüber freuen, dass dank Studiengebühren nur noch privilegierte ein Studium absolvieren können. Und dank abgeschafftem Umweltschutz können wir nur noch mit Atemmaske im Gepäck das Haus verlassen, wenn wir nicht gerade wegen fehlender Hygiene-Ampel mit einer Magenverstimmung im Bett liegen.“

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