Stolberg - Pointen auch für Nicht-Eifler

Pointen auch für Nicht-Eifler

Von: Ricarda Peters
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Eifeler Gemütlichkeit im Stolberger „Savoy“: Hubert vom Venn berichtet vom Nationalgericht Döppekoche und Foto: R. Peters
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Eifeler Gemütlichkeit im Stolberger „Savoy“: Hubert vom Venn berichtet vom Nationalgericht Döppekoche und Messdienerstunde. Foto: R. Peters

Stolberg. Mit Pointen wie „Dat sieht us wie sein Vater ausjekotzt!“- für Nicht-Eifler: Das Kind gleicht dem Vater, sorgte Hubert vom Venn am Sonntagabend in der Stolberger Altstadtkneipe „The Savoy“ für gute Stimmung. Wenn vom Venn von seinen Erlebnissen und Begegnungen erzählt, fühlen sich die Zuschauer mitten in die Eifel versetzt.

Ob die Begrüßung unter Eiflern, die Fremdenfeindlichkeit der Eifler Menschen oder persönliche Erlebnisse wie die erste Messdienerstunde – mit viel Mimik und Gestik brachte der Kabarettist Mensch, Land und Kultur humorvoll zur Geltung. So auch die ein oder andere Essgewohnheit, die er auf seinen Wanderungen durch die Eifel kennen lernte.

Der Döppekuchen sei nur eine Erfindung des Eifler Wunsches nach einem Nationalgericht und nicht mehr als sechs übereinander gestapelte Reibekuchen mit einer Scheibe Mettwurst dazwischen. Mit Kochmütze, einem Holzofen und den passenden Pappzutaten veranschaulichte Hubert vom Venn seine Rezepte. Nebenbei nutzte er die Gelegenheit, um sein Buch „In Wanderschuhen über brodelnde Erde, aber niemals mit roten Socken. Ein Heimatbuch.“ Vorzustellen.

In vom Venn’s Geschichten konnte sich wohl jeder in der kleinen Zuschauerrunde wiederfinden, nicht zuletzt weil vom Venn es verstand, seine Heimat ordentlich „auf die Schüppe zu nehmen.“

„Jeder, der etwas auf der Bühne macht, zeigt sich selbst,“ sagt Hubert vom Venn. „Ich versuche, in den Geschichten am Ende immer selber der Depp zu sein.“

Dass der Auftritt so gut rüberkam, lag nicht nur an dem Eifler selbst, auch der Schauplatz der Veranstaltung war gut gewählt. Mit viel Engagement sorgte Inhaberin Marita Matousék für das leibliche Wohl. Kein Wunder, dass Hubert vom Venn hier gerne spielt. „Ich bin gerne in so kleinen Läden wie dem Savoy,“ so vom Venn. „Hier bin ich näher am Publikum und die Atmosphäre gefällt mir auch besser als in großen Theatern.“

Nachdem vom Venn im letzten Jahr sein Duo „Die zwei aus der Eifel“ beendet hatte, ist er seit Mai mit seinem Soloprogramm unterwegs. Über die positive Resonanz beim Publikum freut er sich sehr. „Wenn man eine erfolgreiche Gruppe beendet muss man von null anfangen, ich bin überrascht, dass mein Programm bis jetzt so gut angekommen ist,“ freut er sich.

Nachdem er seine Solotour im Mai beenden wird, wird Hubert vom Venn mit Achim Konejungen ein neues Duo starten. „Letzte Ausfahrt Eifel“ heißt das Programm mit dem vom Venn unterwegs sein wird. Es bleibt zu hoffen, dass seine neuen Darbietungen genau so unterhaltsam, erfolgreich und lustig sein werden, wie sein Auftritt im „The Savoy“.

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