„Plümo” für die Gelbbauchunken neu aufgeschüttet

Von: -jül-
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Ein so genanntes „Gelbbauchunken-Plümo”: Der Schutt aus dem Abbruch des Zementwerkes dient den Amphibien zur Uberwinterung und wurde umgeschichtet, damit die Bleihütte auf dem zum Firmengelände gehörenden Areal gelegentlich Lastwagen und Lagermaterial abstellen kann. Foto: J. Lange

Stolberg. Damit den Gelbbauchunken rechtzeitig für die Winterruhe das Bett neu aufgeschüttet werden konnte, ist die Entscheidung bereits per Dringlichkeitsentschluss gefasst worden. Die Stadt hat der Umlagerung von Recyclingmaterial am Rande des Steinbruchs Bärenstein zugestimmt; der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt soll sie auf seiner Sitzung am 10. Dezember nachträglich genehmigen.

Im Grunde geht es lediglich darum, den Schutt aus dem im vergangenen Jahr erfolgten Abriss des ehemaligen Zementwerkes um ein paar Meter zu verschieben. Das sollte deshalb geschehen, damit die Berzelius Bleihütte Binsfeldhammer „Bayqik” - ihre neue Anlage zur Schwefelsäure-Gewinnung - installieren und weiterhin warten kann.

Rund 7,5 Millionen Euro hatte das Unternehmen in diese Neuentwicklung investiert, mit der sowohl eine gesteigerte Kapazität wie auch weitere Verbesserungen beim Umweltschutz erreicht werden konnten. Für den Aufbau der Anlage wie auch für die weitere Wartung und weiterghende geplante Investitionen in den Standort Stolberg bedarf es kurzzeitiger Abstellflächen am Rande des Steinbruches oberhalb des engen Werksgeländes, das diesen Platz einfach nicht bieten kann.

Damit dort nun gelegentlich ein Lastwagen stehen darf, bedurfte es eines umfangreichen Genehmigungsverfahrens bei einer Vielzahl von Behörden, die keine Bedenken hegten. Denn der Schutt aus dem Abriss des Zementwerkes ist bewusst vor Ort belassen worden: explizit als Überwinterungsquartier für die vom Aussterbenbedrohten Gelbbauchunken, aber auch als Lebensraum für weitere verschiedene Kleintiere.

Auch Pflanzen, die auf nährstoffarmes Substrat angewiesen sind, sollen dort einen neuen Lebensraum finden können. Außerdem liegt das Gelände innerhalb des Schutzradius des angrenzenden Europäischen Naturschutzgebietes Bärenstein. Ein ausführlicher landschaftspflegerischer Fachbeitrag ist erstellt worden.

Berzelius expandiert auch in Sachsen

Ihre Kapazitäten erweitert hat die Berzelius-Gruppe im sächsischen Freiberg. Ministerpräsident Stanislaw Tillich nahm die neuen Anlagen zur Technologieoptimierung beim Batterie-Recyclingunternehmen Muldenhütten Recycling und Umwelttechnik GmbH offiziell in Betrieb.

Mit der Optimierung geht eine Kapazitätserhöhung von 55000 auf 70000 Tonnen recycelter Batterien einher. Bereits im letzten April hatte das Unternehmen eine zweistufige Dampfturbine in Betrieb genommen, mit der elektrischer Strom aus der Abwärme der Sonderabfallverbrennung gewonnen wird.

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