Plötzlich geht gar nichts mehr auf der Aachener Straße

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
Plötzlich geht nichts mehr au
Plötzlich geht nichts mehr auf der L 220: Die Feuerwehr kommt nicht zurück, der erste Tankzug nicht vom Graben weg, der folgende nicht an ihm vorbei und an diesem der dritte auch nicht ins Foto: J. Lange

Stolberg-Büsbach. Überwiegend routiniert und ohne großartige besondere Vorkommnisse absolvierten die Verkehrsteilnehmer den ersten Schneetag dieses Winters in der Kupferstadt. Auch die Lastwagenfahrer. Doch plötzlich ging gar nichts mehr auf der Landesstraße 220.

„Dreimal bin ich heute schon hier lang gekommen”, sagte der niederländische Fahrer eines Tankzuges, der wie sein Kollege die Linde-Station neben der Bleihütte ansteuern wollte, um Schwefelsäure zu tanken.

Es war gegen 18 Uhr einfach nur noch spiegelglatt auf der Aachener Straße als der Verkehr aus dem Gedautal kommend in Richtung Büsbach eben nicht mehr floss, sondern nur noch schlidderte.

Der Fahrer eines Tankwagens aus Duisburg hatte in der leichten Rechtskurve kurz hinter der Einmündung des „Felshangs” Probleme. Sein Sattelzug rutschte, der Zugmaschine fehlte der Griff, die rechte Fahrzeugseite hing fest im Bankett oberhalb des Seitengrabens. Weitere Versuche, den Schwerlaster wieder flott zu bekommen, „hätten im Graben enden können”, sagte der Fahrer.

Der nachfolgende niederländische Lastzug konnte in der glatten Kurve nicht passieren und hing ebenfalls fest. Kaum war die Polizei an der Engstelle eingetroffen, machte ein dritter Tankzug das Nadelöhr perfekt. Der Sattelschlepper aus Neuss hatte Seifenlauge bei Dalli abgeliefert und kam in Richtung Brander Autobahn in der Engstelle an den beiden fest hängenden Kollegen auch nicht mehr vorbei. Die Konsequenz: Die L 220 war dicht. Und für die Feuerwehr, die mit ihrem Löschwagen dem ersten Sattelzug aus seiner misslichen Lage helfen wollte, gabs erst einmal auch kein Zurück.

„Salzstreuer” mussten her, um wieder Bewegung auf die Aachener Straße zu bringen. Zunächst wurde das Streugut per Hand und Schaufel vor die Reifen der Tanklastwagen und der Feuerwehr aufgebracht, bis das Löschfahrzeug zurücksetzen konnte und die Lücke breit genug war, dass das Räumfahrzeug zwischen den beiden Sattelzügen durchfahren konnte. Ein zweites Betriebsfahrzeug eilte vom Gedautal aus zu Hilfe und machte derweil den unteren Teil der L 220 wieder passierbar.

Damit konnte der niederländische Sattelzug sicher zurücksetzen, so dass der Kollege aus Neuss seine Fahrt talwärts fortsetzen konnte. Per Seilwinde half die Feuerwehr dem ersten Tankwagenfahrer aus der misslichen Lage am Straßengraben, so dass auch für den folgenden niederländischen Kollegen die Fahrt wieder frei war in Richtung Büsbach. Gegen 19.30 Uhr wurde der Verkehr über die nun bestens abgestreute Aachener Straße wieder frei gegeben.

Der Durchgangsverkehr war von der Polizei während der Bergungsarbeiten an Obersteinstraße und Büsbacher Kreuzung abgeleitet worden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert