Planung für einheitlichen Kern in Büsbach laufen

Von: Jürgen Lange
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So ruhig ist es auf der Konrad-Adenauer-Straße nur an einem Sonntag. 7500 Fahrzeuge nutzen im Tagesschnitt die Kreisstraße 13. Im Rahmen der Planung für ein einheitliches Dorfzentrum soll der Verkehrsraum zugunsten von Freiflächen für Fußgänger reduziert werden. Die Anzahl von Parkplätzen soll konstant bleiben. Foto: J. Lange
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So könnte nach ersten Entwürfen des Büros 3D Architekten und Stadtplaner in Zusammenarbeit mit Raumplan der Bereich des Büsbacher Marktes und der Konrad-Adenauer-Straße zukünftig aussehen. Weitere Details kennt die IG Büsbach aber noch nicht.

Stolberg-Büsbach. „Quo vadis Barenland?“ Wohin geht‘s mit Büsbach? Eine Frage, die nach der erneuten Silbermedaille im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ brennender denn je ist. Zwei Themen werden im Ort diskutiert, die geneigt sind, unter Zeitdruck zu Kontroversen zu führen.

Da sind einerseits die Pläne, die die Stadtverwaltung derzeit für einen Ausbau der überbreiten Galmeistraße entwerfen lässt. Noch in diesem Jahr sollen unterschiedliche Varianten für den Verlauf zwischen Reitmeisterweg und Konrad-Adenauer-Straße den Bürgern präsentiert werden, damit im kommenden Jahr der Ausbau der Galmeistraße folgen kann. Direkt im Anschluss steht der Reitmeisterweg an und die Atzenach auf der Prioritätenliste für das Jahr 2016.

Polizei & Co. werden beteiligt

Kontrovers diskutiert wird ein Bürgerantrag von Karl-Wilhelm Stettner, die Bischofstraße ab Einmündung „Auf der Höhe“ in Richtung Lehmkaulweg sowie die Galmeistraße von dort zur Konrad-Adenauer-Straße als Einbahnstraßen auszuweisen. Dem widerspricht der Büsbacher Aktionsring Handel und Handwerk, der plädiert, an der bestehenden Verkehrsführung festzuhalten, und warnt vor einer verstärkten Belastung der Straße „An der Dell“, vorbei an Kindergarten, Altenheim und Schule. Mit Blick auf den bereits heute gefährlichen Einmündungsbereich von Galmei- und Konrad-Adenauer-Straße könne der Aktionsring sich allenfalls Einbahnstraßen-Regelungen entgegengesetzt zur vorgeschlagenen Richtung anfreunden. Nachdem Planungsleiter Andreas Pickhardt zugesichert hatte, diese Vorstellungen mit der IG Büsbach abzustimmen, verweist der für Verkehr zuständige Fachbereichsleiter Walter Wahlen auf einen „erheblichen Zeitdruck“ wegen des geplanten Ausbaus der Galmeistraße. Den am 1. Oktober tagenden Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr schlägt Wahlen vor, vor einer Diskussion über die Einbahnstraßen-Regelung die Träger öffentlicher Belange zu beteiligen: Landesbetrieb Straßenbau, Polizei, Feuerwehr, Aseag sowie Grundschule Bischofstraße, Kindergarten St. Hubertus Kindergarten und das Seniorenzentrum Marienheim sollen um eine Stellungnahme gebeten werden.

Derweil beschäftigt sich die IG Büsbach mit der weiteren Planung eines Gesamtkonzeptes für den Dorfkern. Sein Geltungsbereich soll nicht nur den Markt umfassen, sondern ebenso die Einmündungsbereiche der Galmei- und der Bischofstraße sowie ihren weiteren Verlauf bis zur Dell und „Am Denkmal“ umfassen.

Als bei der ersten Teilnahme am Dorfwettbewerb die Büsbacher eine Planungswerkstatt gewonnen hatten, hatten sie zwar in unterschiedlichen, getrennten Arbeitsgruppen dennoch eine übereinstimmende und einheitliche Skizze zur Gestaltung des Umfeldes ausgesprochen. Seitdem hat die IG immer davor gewarnt, mit Provisorien eine Gesamtkonzept zu torpedieren. Drohen nun der „Zeitdruck“ beim Ausbau der Galmeistraße und die Einbahnstraßen-Diskussion ein Torpedo zu werden? Hinzu kommt Zeitdruck an einer anderen Ecke: Der Plattenbelag auf den Gehwegen im Einmündungsbereich von Bischof- und Konrad-Adenauer-Straße wurde mit Verweis auf das Gesamtkonzpt bis dato lediglich punktuell ausgebessert. Die Lebensdauer tendiert aber gegen Null.

Planung kein Thema

Vor sechs Jahren fehlte der klammen Kupferstadt das Geld, die Skizzen der Büsbacher in eine Detailplanung überzuleiten. Die ist angelassen und soll im kommenden Jahr vollendet sein. Erste Entwürfe davon konnten die Büsbacher bereits der Jury des Dorfwettbewerbs präsentieren.

Sie sehen zwar nicht mehr die Kreisverkehre aus den ersten Skizzen der Bürger in ihren Entwürfen vor, wohl aber ein einheitliches Niveau von Fahrbahnen und Gehwegen und eine deutliche Aufweitung des Platzbereiches, bei der die querende Fahrbahn von Wilhelmbusch bzw. Peitschenweg durch Poller flankiert werden. Die wenig attraktiven Beete vor Bank und Bäckerei sollen Platz machen für Außengastronomie. Solitärbäume sollen den Verlauf der Kreisstraße 13 begleiten; und auf dem kleinen Platz am Denkmal soll eine Spielfläche für Kinder entstehen.

Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung angekündigt, die Planung ebenfalls am 1. Oktober dem Ausschuss präsentiert zu wollen; sie steht jetzt nicht zur Tagesordnung.

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