Planung für das Neubaugebiet Teichstraße geht weiter

Von: Jürgen Lange
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Stolberg. „Man muss einen langen Atem haben”, sagt Dr. Wolfgang Zimdars. Den haben der Kämmerer und der Leiter des Liegenschaftsamtes, John Georg Ehring, in Venwegen gehabt.

Inzwischen sind städtebauliche Verträge geschlossen, und der Bebauungsplan kann zur Rechtskraft gebracht werden.

Bis die ersten Häuser in dem Innenbereich zwischen der Venn- und Teichstraße gebaut werden, werden sicherlich noch zwei weitere Jahre vergehen, aber bei diesem Areal ist der Faktor Zeit eher von untergeordneter Bedeutung.

Bebaut werden sollte die Fläche schon in Zeiten, als Venwegen nicht zu Kornelimünster gehörte. Allerdings war auch ein großflächiger Kinderspielatz vorgesehen, für den es aber laut Jugendamt keinen Bedarf gibt.

Bereits 1994 hatte die Stadt Stolberg versucht, das Gelände für Wohnbebauung zu entwickeln.

Aber die Bauleitplanung wurde nicht weiter verfolgt, weil die Konflikte mit Anliegern und Landwirtschaftskammer nicht ausgeräumt werden konnten.

2006 erfolgte erneut ein Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Um Einnahmen aus dem Verkauf des städtischen Grundstücks generieren zu können und „um die erhebliche Nachfrage nach Bauland in Venwegen ein Angebot unterbreiten zu können”, erklärt Dr. Zimdars. Großes Interesse bestehe vor allem von Venwegenern.

Der Vorentwurf sieht 3500 Quadratmeter reines Bauland vor, auf dem etwa neun Häuser errichtet werden können, die über einen Stichweg von der Vennstraße aus erschlossen werden sollen. Die Verbindung zur Teichstraße soll als Fußweg erhalten bleiben.

Gute drei Jahre haben sie verhandelt mit privaten Grundeigentümern, um das Neubaugebiet Teichstraße entwicklen zu können.

„Im weiteren Bauleitverfahren kann man sicherlich noch an den Details feilen”, betont Ehring. Die Bebauung in zweiter Reihe zwischen Rainweg und Müsgenstrenk soll aber in aufgelockerter Form erfolgen, und die Grundstücksgrößen um 400 Quadratmeter liegen.

Die Verhandlungen zogen sich auch deshalb in die Länge, weil ein landwirtschaftlicher Betrieb aufgegeben wurde und der Stadt ein Ankaufsrecht für Privatland in den städtebaulichen Verträgen eingeräumt werden sollte, erklärt Ehring.

„Wir sind aber meiner Maxime treu geblieben, dass die Stadt nur da Bauland ausweist, wo die Kosten dafür refinanziert werden können”, spricht Dr. Zimdars den Aufwand für Baulandbeschaffung, Erschließung und ökologischen Ausgleich, der übrigens im Bereich der alten Kläranlage am Brigidaweg erfolgt, an.

Und letztlich erwartet der Kämmerer Einnahmen von rund 200.000 Euro. Auf seiner April-Sitzung soll der Ausschuss für Stadtentwicklung die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange an der Bauleitplanung beschließen. Bis der Bebauungsplan rechtskräftig und die Erschließung gebaut ist, wird das Jahr 2010 zu Ende gehen.
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