Planung für Büsbachs Dorfkern läuft an

Von: -jül-
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Auch ihren Bareschesser putzten die Büsbacher beim Stolberger Kehraus fein heraus. Der von der Konrad-Adenauer-Straße und „Wilhelmbusch“ gesäumten Bereich des Marktes soll zwischen Galmeistraße und Bushaltestellen einheitlich gestaltet werden. Foto: D. Müller

Stolberg-Büsbach. Am Mittwoch soll der Bau- und Vergabeausschuss quasi das Sauerkraut in den großen Tonkrug stecken und Nägel mit Köpfen machen: Die Planungen für den Mittelpunkt des Barenlandes sollen anlaufen.

Der Auftrag für die Erstellung des städtebaulichen Konzeptes zur Aufwertung der Ortsmitte wird Mittwochabend aller Voraussicht nach den Ausschuss passieren. Damit will die Kupferstadt an die vor vier Jahren zurückgestellte Planungen wieder anknüpfen.

Sie war von der damaligen Ampelkoalition mit Blick auf die drohende Überschuldung Stolbergs ausgesetzt worden – ein schwerer Schlag für die engagierten Büsbacher um Günter Dahmen, Günter Hoven, Siegfried Pietz und Georg Blatzheim. Sie und ihre Mitstreiter hatten Büsbach beim städteregionalen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im Jahr 2008 so gut präpariert und präsentiert, dass das Dorf mit der Silbermedaille dekoriert wurde. Preis war eine Planungswerkstatt für die Büsbacher.

Bei der kamen drei unterschiedlich arbeitende Gruppen zu einem gemeinsamen Ergebnis. Sie stellen sich die Zukunft des Marktes zwischen Bushaltestellen und Galmeistraße als einheitlich gestaltete Verkehrsfläche mit Parkplätzen und viel Freiraum, Gelegenheit zum Spielen und zur Kommunikation und Außengastronomie vor.

„Eingangstore“ sollen auf dieses neue Zentrum des Barenlandes hinweisen. Die Ideen und Skizzen dieser Planungswerkstatt sollten mit dem Auftrag an ein Fachbüro zu einem richtigen Vorentwurf so zusammengefasst werden, dass einzelne Details abschnittsweise umgesetzt werden können.

In den mittlerweile genehmigten Haushalt wurden wieder 25.000 Euro Planungsmittel durch die große Koalition auf Antrag der CDU berücksichtigt. Beauftragt werden soll am Mittwoch das bereits im Jahr 2009 involvierte Planungsbüro. Allerdings muss die Stadt gut 9000 Euro auf knapp 30.000 Euro nachlegen, weil die Honorarordnung für solche Leistungen mittlerweile aktuellen Sätzen angepasst worden ist.

Das Leistungspaket für Büsbach umfasst nicht nur die professionelle Planung, sondern auch eine intensive Einbindung der Bürgerschaft in den Prozess. Mit Verweis auf die Vorschläge aus der Planungswerkstatt legt das Büro „daher besonderen Wert auf eine kooperative Zusammenarbeit mit den an der Planung Beteiligten“, kündigt das Büro „3D Architekten und Stadtplaner“ aus Aachen an. Es schlägt nach entsprechenden Bearbeitungsphasen eine Rückkopplung und Weiterentwicklung der Ergebnisse an einem Runden Tisch vor. Weitere Bestandteile sollen eine Bürgerversammlung, zwei Abstimmungstermine sowie ein Präsentationstermin für den politischen Gremien sein. Noch in diesem Monat können die Planer ihre Arbeit aufnehmen und erwarten für August bereits erste Ergebnisse.

Die für Mittwoch erwartete positive Entscheidung hat auch die Büsbacher neu motiviert, nachdem sie beim Dorf-Wettbewerb 2011 ausgesetzt hatten. Mittlerweile wurden unter dem Dach der nun gemeinnützigen IG Büsbach auch die Voraussetzungen für Einzelmitgliedschaften geschaffen, so dass in dem Dorf Vereine und engagierte Bürger an einem Strang ziehen – und Büsbach beim aktuellen städtregionalen Wettbewerb als ein zukunftsträchtiges Dorf präsentieren wollen.

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