Pilotprojekt „Orientierungswochen“ des Jobcenters

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Vertreter des Jobcenters informierten sich jetzt im Auenland über den Stand des Projekts „Orientierungswochen – Durchstarten“. Unser Bild zeigt (v. l.) Hans Hofmeier (Projektteam Jobcenter), Kurt Meier (Projektteam Jobcenter), Stefan Graaf (Geschäftsführer Jobcenter), Denis Carduck (Projektteilnehmer), Zoran Medic (Geschäftsführer Auenland Mulartshütte) und Tim Modler(Projektteilnehmer).

Stolberg/Mulartshütte. Vermittlung von Sozialkompetenzen, Berufsorientierung, eigene Stärken erkennen und private Probleme in den Griff kriegen – das sind nicht alle, aber wesentliche Ziele eines neuen Projekts des Jobcenters Städteregion Aachen. Der Träger Auenland Mulartshütte gGmbH bietet im Auftrag des Jobcenters seit dem vergangenen Oktober als Pilotprojekt die sogenannten „Orientierungswochen – Durchstarten“ an.

Junge Erwachsene, denen auf Grund von schwerwiegenden Problemen die Einmündung in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt bislang nicht gelingt, können intensiv an ihrer Entwicklung arbeiten. Es erfolgt eine auf die Bedürfnisse der jungen Menschen zugeschnittene individuelle Betreuung der bis zu 25 Teilnehmer im idyllischen Auenland zwischen Mulartshütte und Zweifall.

„Wir pilotieren hier einen neuen Ansatz, der eine intensive Betreuung gewährleistet“, betont Stefan Graaf, Geschäftsführer des Jobcenters Städteregion Aachen. So sei beispielsweise neu, dass die Teilnehmer im Auenland übernachten können oder aber täglich an zentralen Punkten der Städteregion abgeholt werden. „Hier in Mulartshütte ist dann die notwendige Distanz zur bekannten Umgebung, damit die Jugendlichen zu sich finden, ihre Stärken beispielsweise im handwerklichen Bereich austesten und erkennen können“, so Zoran Medic, Leiter des Auenlandes.

„Nach einigen Tagen öffnen sich dann die Teilnehmer, und wir schauen gemeinsam, wo wir gezielt unterstützen können“, so Medic weiter. Unterstützen – und nicht Probleme lösen, das ist ihm ganz wichtig: „Wir geben Hilfestellung und begleiten bei Problemen beispielsweise auch zur Schuldnerberatung, suchen eine Praktikumsstelle. Verantwortlich sind die jungen Erwachsenen aber selber.“

Weitere Ziele des Projektes sind das Lernen im Team, ein strukturierten Tagesablauf sowie respektvoller Umgang und Pünktlichkeit. Die Hilfestellung durch die Anleiter ist dabei individuell. In einer kleinen Schlosserei, bei Schreinerarbeiten oder im Bereich Maler und Lackierer können sich die jungen Erwachsenen dabei versuchen. Auch gemeinsame Projekte werden angegangen wie beispielsweise der Bau einer großen Wippe für den Kinderspielplatz.

„Nach den bisherigen Erkenntnissen sind wir davon überzeugt, dass wir mit diesem Angebot einen wertvollen Baustein für die jungen Erwachsenen entwickeln, um den Weg in das Berufsleben gezielt zu unterstützen“, so Stefan Graaf. „Die Kombination sich optimal ergänzender Faktoren in einem leistungsorientierten Umfeld und intensive Arbeit ist die Besonderheit des Ansatzes.“ Erste Erfolge sind bereits sichtbar: Zwei Teilnehmer holen nun ihren Schulabschluss nach, ein Ausbildungsvertrag und Praktika konnten vermittelt werden. „In allen anderen Fällen haben diejenigen, die die Teilnahme nicht abgebrochen haben, deutliche Fortschritte erzielt“, so Graaf.

Dabei erfolge stets eine intensive Zusammenarbeit zwischen dem Träger Auenland und den Fachkräften im Jobcenter. Die Fallmanager könnten, so Graaf, zielgerichtet weiter mit den Kunden arbeiten, da Hemmnisse für den Arbeitsmarkt entweder beseitigt oder aber zumindest erforscht sind und gemeinsam angegangen werden können.

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