Picasso und Dali nach Stolberg geholt

Von: Jürgen Lange
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Präsentiert über 100 Kunstdrucke und Poster mit Werken von Salvador Dali und Pablo Picasso: Hartmut Kleis stimmt mit seiner Ausstellung bereits jetzt auf „Stolberg goes Espana” ein. Foto: J. Lange

Stolberg. Studiendirektor Karl Müller ist legendär am Stolberger Goethe-Gymnasium. Generationen von Pennälern hat er den Respekt vor der Kunst vermittelt und bei manch einem die Liebe dazu geweckt.

Auf fruchtbaren Boden gefallen ist das Wirken des Kunstpädagogen in jedem Fall bei Hartmut Kleis.

„Als ist 1974 meine Apotheke in Stolberg eröffnet habe, habe ich gleich auch eine Ausstellung gemacht”, erzäht Kleis. Seitdem zieren in regelmäßig unregelmäßigen Abständen immer Werke mehr oder minder bekannter Kunstschaffender die Fenster und Virtinen des „Arznei-Tempels” an der Rathausstraße.

Immer mit von der Partie ist Kleis, wenn Kulturmanager Max Krieger die Stolberger dazu aufruft, die Welt zu entdecken.

Bei der Premiere mit „Stolberg goes China” engagierte sich Kleis umfangreich mit einer Präsentation zur Traditionellen Chinesischen Medizin. Rund um den Regenwald drehte sich sein Engagement bei „Stolberg goes Barzil”.

Und jetzt präsentiert Hartmut Kleis die wohl renommiertesten Exportschlager der iberischen Halbinsel: Salvador Dali und Pablo Picasso.

Die wohl bekanntesten und bedeutendsten Künstler des 20.Jahrhunderts geben in dem Gesundheitszentrum bereits jetzt einen kleinen Vorgeschmack auf das, was die Kupferstadt am Pfingstwochenende bei „Stolberg goes Espana” erwarten darf - einen vielfältigen Eindruck der Nation die „anders ist”, wie Schirmherr J. Luis Alvarez eindrucksvoll beim Sponsorenabend darlegte, als es die meisten von dem beliebten Urlaubsland glauben mögen.

Denn immer wieder anders, und doch mit ihrer eigenen Handschrift unverkennbar sind die Werke von Dali und Picasso, den großen Söhnen Spaniens. Die Präsentation im Gesundheitszentrum gibt einen kunsthistorischen Überblick über die Schaffensperioden der beiden Kunstgenies.

„Die Ausstellung ist pädagogisch aufgebaut”, erinnert Kleis sich gerne an die Zeiten, als er Kunst als Wahlpflichtfach im Abitur hatte, und hat gleich alle Schulen angeschrieben und zur Besichtigung eingeladen.

„Ich würde mich freuen, die Klassen durch meine kleine Ausstellung zu führen”, sagt der kunstbegeisterte Apotheker.

Immerhin hat er über 100 Kunstdrucke und Poster mit Werken der beiden großen Künstler zusammengetragen und sie sorgfältig und liebevoll den einzelnen Schaffensperioden zugeordnet.

Da kommen Picassos blaue, rosa und klassizistischen Perioden ebenso zur Geltung wie unterschiedliche Techniken: Ölmalerei, Zeichnung, Radierung, Pastell, Aquarell, Collagen, Keramik ...

Der Spanier war ein Tausendsassa in allen künstlerischen Gassen. „Als er 1973 im Alter von 91 Jahren verstarb, hinterließ er der Welt ein Gesamtwerk von über 40.000 Arbeiten”, erzählt Kleis.

Und von Salvador Dali sind nicht nur seine berühmten surrealistisch verfremdeten Werke - man denke an die fließende Uhr oder die Reiter mit den ungewöhnlichen Proportionen - zu bewundern, sondern auch seine - auch überheblich wirkenden - Sprüche zu bestaunen: „Die beiden größten Glücksfalle, die einem Maler passieren können, sind 1. Spanier zu sein, 2. Dali zu heißen”, ist nur einer der markanten Aussagen, die an der Rathausstraße zitiert werden.

Ganz im Sinne einer ganzheitlichen Darstellung wie einst zu Zeiten von Karl Müller im Kunstunterricht am „Goethe”.
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