Picasso und Aguilera in Vicht

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Stolberg. Angelika Kühnen beteiligt sich nicht nur bei „Stolberg goes Espana”, sie gibt mit Ihrer Ausstellung auch den Start in diese Ereignisreiche Kulturwoche. Die Vernissage im Europäischen Kunsthof am Dienstag 26. Mai, um 19 Uhr ist die Eröffnungsveranstaltung.

In der großen Galerie werden Arbeiten des in Südamerika geborenen, aber in Spanien aufgewachsenen und lebenden Künstlers Miguel Estefan Aguilera gezeigt. Seine Bilder sind vorwiegend kleinformatig und bestehen aus vielfältigen Materialien. Diese Art der Kunst kommt nicht so rein zufällig. M.E. Aguilera kommt aus armen Verhältnissen und hat seit seiner Kindheit mit allem gearbeitet, was ihm in die Finger kam.

So hat sich seine Kunst, unabhängig jeder Stilrichtung entwickelt. Es sind Bildobjekte, Objektbilder. Mal sind es Holzstücke, die Verwendung finden, eine einfaches Brett, Tücher, die er übereinander legt, ein Pappkarton oder dünne Gazestoffe, die er zum ersten Mal in einem Krankenhaus entdeckte und die M.E. Aguilera gerne schwebend vor seinen Bildern verwendet.

Erdtöne oder pflanzliche Farben

Die Farbwahl ist ebenfalls nicht zufällig. Es sind vorwiegend Erdtöne oder pflanzliche Farben. Der Künstler entnimmt alles aus der Natur, seien es die Ocker Farben aus Sand und Lehm, die unterschiedlichen grauen und braunen Schlammtone. In früheren Zeiten hat er seine Rahmen auch noch selber gebaut und die Farben zusammen gemischt. Heute bedient er sich auch fertiger Rahmen und kauft die Farben ein.

Durch Zufall entdeckt

„Es ist eben bequemer und die Materialien sind ja gut,” sagte er in einem Interwiev vor Jahren. Natürlich spielt hier sein Alter eine Rolle. Die Ergebnisse aber, seine Bildkompositionen, unterscheiden sich nicht wesentlich von denen, die er in frühen Jahren gemacht hat.

Miguel Estefan Aguilera ist kein Mensch, der sich gerne in der Öffentlichkeit zeigt. Er lebt sehr zurückgezogen und genießt die Abgeschiedenheit seiner Finca.

So ist auch Angelika Kühnen, die oft in den vergangenen 20 Jahren auf den Kanaren und den Balearen Urlaub gemacht hat, nur durch einen Zufall auf diesen Künstler gestoßen, während sie mal selber dort gemalt und ihre Bilder ausgestellt hat, lange bevor es den Europäischen Kunsthof gab. Diesen Kontakt hat sie immer wieder gepflegt, und so konnte sie Miguel dazu bringen, ihr immer wieder mal einige kleine Arbeiten zu geben.

Pablo Picasso braucht nicht besonders vorgestellt zu werden. Seine Kunst ist weltberühmt und kaum jemand ist nicht schon irgendwo mit seinen Bildern, Skulpturen oder Keramiken in Berührung gekommen. Im Europäischen Kunsthof gab es vor Jahren schon zwei Ausstellungen mit kleinen Originalen, vielen Grafiken und vor allem Linoldrucken.

Schnell ein neuer Besitzer....

Dabei waren so kleine Schätze, wie die Einladungskarte zu einer Ausstellung in Berlin - Ost zu Zeiten der DDR, als Picasso der Vorzeigekommunist war. Derartige Sammlerstücke finden dann immer wieder schnell einen neuen Besitzer.

Und zu „Stolberg goes” werden neben vielen graphischen Arbeiten eben auch einige kleine dieser Schätze präsentiert, darunter zwei kleine einfache Zeichnungen. An dieser hochkarätigen Ausstellung in Vicht werden sich nicht nur Picasso-Freunde erfreuen, dessen sind sich Angelika Kühnen und der Kulturmanager Max Krieger sicher.

Nach der Vernissage am Dienstag, 26. Mai, um 19 Uhr ist die Ausstellung an der Eifelstraße in Vicht freitags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr zu besichtigen - oder nach Vereinbarung mit Angelika Kühnen unter 30646.
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