Stolberg - Pflegeplätze in der Hauptschule?

Pflegeplätze in der Hauptschule?

Von: gro
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Nach dem Eigentümerwechsel des Seniorenzentrums haben beide Seiten erklärt, dass sie an einem langfristigen Pachtverhältnis interessiert sind. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Die Chemie stimmt offenbar zwischen dem neuen Besitzer und dem bisherigen Mieter. Beide Seiten haben nach dem vollzogenen Eigentümerwechsel auf der Liester erklärt, dass sie an einem langfristigen Pachtverhältnis für das Seniorenzentrum am Amselweg interessiert sind.

„Als Ergebnis des jüngsten Gesprächs haben wir uns für das Jahr 2015 auf die Agenda geschrieben, die Bedingungen für einen solchen langfristigen Vertrag zu erarbeiten“, berichtet Sascha Saßen.

Der Geschäftsführer der Betriebsführungsgesellschaft, deren 100-prozentige Gesellschafterin die Stadt Stolberg ist, zeigte sich gegenüber unserer Zeitung sehr zuversichtlich, dass der durchaus ehrgeizige Zeitplan eingehalten werden kann. Gleiches gilt auch für Patrick Aldorf, Geschäftsführer der 2. SI-Verwaltungsgesellschaft mbH als neue Eigentümerin des Seniorenzentrums.

Offen bleibt indes vorerst, wie es um den möglichen Bau einer neuen Pflegestation steht. Seit mehreren Jahren wird dieser von der Stadt angestrebt – im Bewusstsein der drohenden Konsequenzen aus dem novellierten Landespflegegesetz, das für Pflegereinrichtungen bis spätestens 2018 eine Einzelzimmer-Quote von mindestens 80 Prozent vorschreibt. Die aber ist, darin sind sich alle Beteiligten einig, in dem derzeitigen, auf zwei Etagen verteilten Pflegebereich am Amselweg nicht zu erreichen. Weshalb an dem Plan festgehalten werden soll, aus den Zimmern Wohnungen zu machen. Einigkeit besteht auch darin, dass für die wegfallenden 60 Plätze übergangslos ein Ersatz geschaffen werden muss. Im Sinne der Bewohner und auch im Sinne eines wirtschaftlichen Betriebes.

Dass es eine Alternative zu einem Neubau geben könnte, hat Tim Grüttemeier am Dienstag erstmals öffentlich bestätigt: Denkbar wäre demnach die Nutzung der Propst-Grüber-Hauptschule, die im Sommer 2017 ihren Betrieb einstellen wird. „Das ist aber ganz klar erst dann eine Option, wenn die letzten Schüler ihren Abschluss gemacht haben“, betont der Bürgermeister. Der im Oktober 2016 auslaufenden Pachtvertrag für die Pflegestation könnte deshalb für eine Übergangszeit verlängert werden – unabhängig von der angestrebten langfristigen Lösung für die Appartements.

Dass beide Bereiche hinsichtlich der Zukunft eng miteinander verknüpft sind, steht für Grüttemeier fest: „Wir werden erst dann einen neuen Pachtvertrag für das Seniorenzentrum unterschreiben, wenn wir wissen, wo in Zukunft die Pflegeplätze sein werden.“

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