Pfeiler abgesackt: St. Ursula braucht Hilfe in der Not

Von: Jürgen Lange
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Der hintere Pfeiler der St.-Ursula-Kapelle ist erst einmal durch Holzbalken gesichert. Derzeit wird nach Lösungen gesucht. Foto: J. Lange

Stolberg. Seit dem 18. Jahrhundert erinnert die Kapelle der Heiligen Ursula nahe dem Omerbach an eine Überschwemmungskatastrophe. Aber Hochwasser – so viel ist gewiss – war nicht der Grund dafür, dass der hintere Pfeiler der Kapelle St. Ursula abgesackt ist.

„Statiker, Architekt und unsere Landschaftsplanerin untersuchen den Vorfall“, sagt Pastor Norbert Bolz. Und sie sich nach Lösungen. Dabei hat die Gressenicher Gemeinde St. Laurentius kaum damit begonnen, die schmucke Kapelle wieder mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Bislang lag das Bruchsteingebäude ein wenig durch hohe und dichte Hecken verdeckt an der Einmündung der Rott- in die Schevenhütter Straße.

„Das Kirchenland ist hier aber viel größer als man denkt“, hatte Willi Schölgens, der das Projekt für die Gressenicher Gemeinde betreut, bereits bei der Vorstellung der Planung erläutert. Obwohl aus aktuellem Anlass sicherheitshalber eingezäunt, bekommt man mittlerweile einen Eindruck, wie nett der kleine Platz und Weg rund um die Kapelle aussehen wird, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind.

Zweckgebundene Spende

Die Mausbacherin Andrea Winterscheid (Umgestaltung Kaiserplatz, Durchgang Markusplatz) hat die kleine Anlage mit Sitzmöglichkeiten und ein wenig Grün geplant. „Wir möchten die Kapelle so mehr in den Mittelpunkt des Lebens rücken“; sagt Pastor Bolz.

Eine zweckgebundene Stiftung hat es der Gemeinde bereits ermöglicht, im Lauf der Zeit die im Zweiten Weltkrieg fast nahezu vollständig zerstörte und auf Initiative der Gressenicher Bürger wieder aufgebaute Kapelle zu restaurieren. Das Mauerwerk wurde instand gesetzt, die Kriegsschäden im Bodenbelag sind behoben; neuer Blaustein liegt zu Füßen der Statur der Heiligen Ursula, die unter anderem als Schutzpatronin in Notzeiten angebetet wird.

Ob die Gressenicher nun mit ihrem liebevollen Projekt ein wenig in finanzielle oder statische Not ist ungewiss: „Wir wissen noch nicht, ob der Pfeiler ein tragendes oder nur schmuckes Beiwerk ist“, sagt Bolz. Sobald Klarheit besteht, kann eine Sanierung geplant und angelassen werden. Erst dann kann es weitergehen mit der Ausgestaltung des Umfeldes der St.-Ursula-Kapelle.

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