Pfarre St. Lucia: Singend und betend zum Gnadenbild

Von: Toni Dörflinger
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Im Zeichen des Kreuzes: Rund 30 Pilger hatten sich um Pfarrer Hans-Rolf Funken geschart, um in Nothberg das Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter zu verehren. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Die Fußwallfahrt nach Eschweiler-Nothberg hat eine lange Tradition. Schon in den 1950er Jahren machten sich Männer und Frauen aus der Mühle und Oberstolberg auf dem Weg, um in Nothberg das Gnadenbild der „Schmerzhaften Muttergottes“ zu verehren.

Nicht anders war es auch am vergangen Sonntag, als sich in der Nähe der Donnerberg Kaserne eine aus der Pfarre St. Lucia stammende Gruppe von etwa 30 Pilger traf, um singend und betend zum im Nachbarort beheimateten Gnadenbild zu ziehen.

Angeführt wurde die Gruppe von Pfarrer Hans-Rolf Funken, der die Wallfahrer eingangs bat, neben persönlichen Anliegen auch die Erdbebenopfer in Italien und die Leidtragenden des Krieges in Syrien in ihr Gebet einzuschließen. Während des rund vier Kilometer langen Weges, der überwiegend durch den Eschweiler Stadtwald führte, spielten Rosenkranzgebete und Marienlieder eine bedeutende Rolle.

Angekommen am Ziel, der Nothberger Kirche St. Cäcilia wo das Gnadenbild aufbewahrt wird, feierte Funken gemeinsam mit den Pilgern eine Andacht. Danach bestand am Gnadenbild ausgiebig Gelegenheit, die dort verehrte Gottesmutter um Fürsprache bei Gott zu bitten.

Abgeschlossen wurde die Wallfahrt mit einem gemütlichen Beisammensein im dortigen Pfarrheim. Die örtliche Gruppe der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) versorgte dabei die Pilger aus Stolberg mit Kaffee und Kuchen.

Der „Not-Gottes-Altar“ wird erstmals 1398 urkundlich erwähnt. Er und das Gnadenbild der „Schmerzhaften Muttergottes“ sind seitdem das Ziel zahlreicher Wallfahrer von Nah und Fern. Das Gnadenbild ist eine 1,20 Meter hohe Pieta aus Lindenholz. Sie ist eine Darstellung der Gottesmutter mit ihrem toten Sohn auf dem Schoß.

1866 geschah Wundersames: Die Nothberger Bevölkerung wurde von einer Choleraseuche verschont, die in Stolberg ihren Ursprung genommen hatte. Die glückliche Fügung schrieb man der Fürsprache der dort verehrten Gottesmutter zu. Die Oktav wird traditionell am dritten Sonntag im September gefeiert. Im Vorfeld dieser Oktav waren jetzt auch die Stolberger unterwegs.

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