Stolberg - Peter Sonntag: Unverwechselbare Atmosphäre begeistert

Peter Sonntag: Unverwechselbare Atmosphäre begeistert

Von: leo
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Mit viel Gefühl: Sängerin Missi Wainwright imponiert zusammen mit der Band Final Virus und ihrem Instrument, der Stimme, dem Publikum im Stolberger Piano. Das Programm der Musiker um Peter Sonntag und Reno Schnell (v.l.) kam bestens an. Foto: L. Otte

Stolberg. Blaues, rotes und weißes Licht erstrahlen auf der Bühne. Peter Sonntag schließt zu Beginn des Konzertes mit seiner Band Final Virus die Augen. Stille kehrt ein. Dann beginnt er in gefühlvoller Weise die ersten Saiten seines Basses zu zupfen. Im Hintergrund setzt sein Sohn Max leise mit den Drums ein.

Die Töne sind anders, weichen voneinander ab und bilden trotzdem eine Einheit, nahezu sphärisch. Die Hände der Gitarristin Reno Schnell erwachen zum Leben. Es wird lauter. Unmittelbar darauf öffnet Peter Sonntag seine Augen und blickt in über hundert lachende Gesichter.

Die Vorfreude auf dieses Konzert am Samstagabend im Stolberger Piano ist groß gewesen. Die Band war bereits in Europa sowie in China auf Tournee, trat 2009 in Woodstock auf, musizierte mithin vor 60.000 Zuschauern. Gerade noch waren die Künstler in Spanien, jetzt stehen sie hier und spielen ihr Heimspiel.

„In Stolberg zu spielen, ist immer etwas Besonderes, nicht nur, weil der eigentliche Kern der Besetzung hier aus der Stadt kommt. Es ist nun mal die Heimat, und wenn man weltweit unterwegs ist und dann zurückkommt, fühlt man diese tiefe Verbundenheit unheimlich stark“, betont Peter Sonntag.

Nach und nach steigen die anderen Musiker mit ein: Keyboarder Martin Mersmann, Saxofonist Patros Jäger, Trompeter Yavuz Duman sowie Posaunist Markus Plum holen aus ihren Instrumenten alles heraus, was sie können und machen in der Musikkneipe an der Burgstraße ordentlich Stimmung.

Dabei lässt Final Virus der Umsetzung ihrer Songs aus eigener Feder bzw. der musikalischen Interpretation von zeitlosen Stücken wie „Talk To The Wind“ oder „Minnie the Moocher“ völlig freien Raum. Es wird experimentiert und improvisiert, mit einer Setlist, die alles andere als statisch ist. Das heißt, die Stimmung des Publikums überträgt sich auf die Band, die Band wiederum wandelt jene kreativ in ihrer Musik um, so dass eine ganz unverwechselbare Atmosphäre entsteht. Somit erhielt sich die Band die Möglichkeit offen, die Songs lebendig zu halten, erzählt Peter Sonntag.

Ein Teil dieser Lebendigkeit wird insbesondere durch Missi Wainwright ausgestrahlt. Die hübsche Aachener Sängerin mit karibischen Wurzeln, die seit zwei Jahren in der Band ist, vollendet die Songs mit ihrer kraftvollen, souligen Stimme: „Die Zusammenarbeit mit den Künstlern ist unfassbar. Ich profitiere total von der Erfahrung von Reno und Peter. Durch Peter habe ich sogar mein Instrument, also das der Stimme, erst ganz neu kennengelernt“, berichtet die junge Frau. „Darüber hinaus inspiriert es einfach, die strahlenden Gesichter der Leute zu sehen.“

Die Chemie zwischen dem Publikum und Final Virus stimmt. Die Zuschauer aus der Kupferstadt genießen das Rockkonzert in vollen Zügen: „Egal, was alles momentan in der Welt passiert, wenn die Band auf der Bühne steht, vergisst man alles um sich herum. Ich meine, jeder hat zurzeit sein Päckchen zu tragen, das merkt man den Leuten an, aber die haben so viel Spaß auf der Bühne, das ist für alle nur beglückend“, äußert Lisa von der Kall, die ein großer Fan der international bekannten Band ist, zum Abschluss des musikalischen Events.

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