Peltzer Werke stellen Antrag auf „Eigenverwaltung“

Von: oha
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Stolberg. Das Stolberger Unternehmen Peltzer Werke Form & Präzision in Metall GmbH hat beim Amtsgericht Aachen den Antrag auf Eigenverwaltung gestellt. Der Geschäftsbetrieb wird allerdings derzeit uneingeschränkt fortgeführt.

Wie Geschäftsführer Hans-Jürgen Mertes am Dienstag auf Nachfrage mitteilte, wurden rückständige Lohn- und Gehaltsforderungen beglichen „Das Verfahren ist auf Erhalt des Unternehmens ausgerichtet“, heißt es in der Stellungnahme der Betriebsleitung. Das Traditionsunternehmen Peltzer Werke Form & Präzision in Metall GmbH hat am 27. August 2015 beim Amtsgericht Aachen Antrag auf Eröffnung eines gerichtlich kontrollierten Eigenverwaltungsverfahrens gestellt.

Das bedeutet, die Gesellschaft wird keinem Verwalter unterstellt. Die Eigenverwaltung ermöglicht es dem Unternehmen vielmehr, eine Sanierung in Eigenregie durchzuführen. Hans Josef Mertes als langjähriger Geschäftsführer der Peltzer Werke bleibt für diese Zwecke berechtigt, das Gesellschaftsvermögen zu verwalten und hierüber zu verfügen. Er wird eng von einem erfahrenen Sanierungsexperten begleitet.

Die Kontrolle übt das Gericht über einen Sachwalter aus. Im vorliegenden Verfahren wurde Rechtsanwalt Dr. Dirk Wegener von der Kanzlei DHPG in Aachen zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt fortgeführt. Die rückständigen Lohn- und Gehaltsforderungen der rund 80 Arbeitnehmer für Juli wurden bereits beglichen, der August wurde ebenfalls gezahlt. Ziel aller Beteiligten ist es, ein tragfähiges und auf Dauer angelegtes Sanierungskonzept zu entwickeln, das auf den Erhalt des Unternehmens und der damit verbundenen Arbeitsplätze ausgerichtet ist.

Der vorläufige Gläubigerausschuss, in dem auch der Betriebsrat vertreten ist, ist am laufenden Verfahren beteiligt und tritt in den nächsten Tagen zusammen.

Die Industriegewerkschaft Metall steht dem Betriebsrat in dieser Phase beratend zur Seite. Der 1. Bevollmächtigte der Gewerkschaft, Martin Peters, betonte am Dienstag auf Nachfrage der Redaktion das große Interesse der Gewerkschaft daran, die Produktion in den Stolberger Peltzer-Werke fortzuführen und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

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