Paradies für Maden: Tipps für den Kompost

Von: Laura Beemelmanns
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Kompost
Laub oder Pflanzenreste gehören auf den Kompost - übrig gebliebenes Fleisch nicht. Foto: Kai Remmers/dpa

Stolberg. Die sonnigen Sommertage haben auch ihre Schattenseite. Was bei den hohen Temperaturen für die Menschen das Freibad oder ein Pool ist, ist für Maden die graue Tonne oder der Kompost im Garten. Denn das sind genau die Orte, an denen sie sich meist unbemerkt und ziemlich flott vermehren, wenn es draußen so richtig schön heiß ist.

Und wenn die dort erst einmal drin sind, wird man sie nur schwer wieder los. Doch Maden kommen nicht alleine. Mit ihnen macht sich ein ziemlich unangenehmer Geruch breit. Damit es gar nicht erst so weit kommt, kann man mit einigen Tricks vorbeugen. Die AWA Entsorgung GmbH mit Sitz in Eschweiler rät daher folgende Dinge zu beachten:

Essensreste von Fleisch- und Fischmahlzeiten sollten nicht auf dem Kompost entsorgt werden. Denn der Geruch zieht zum einen Ratten an, und zum anderen legen Fliegen dort dann ihre Eier ab. Schließlich platzieren sie die Eier mit Vorliebe in Küchenabfällen aus Fleisch und Fisch. Aus den Eiern schlüpfen die Larven und verpuppen sich alsbald, um als Fliege wieder neue Eier auf selbigem Platz zu legen.

Den Komposthaufen im besten Fall immer recht trocken halten. Wenn es viel regnet und der Haufen nass wird, fördert das in der Regel den Befall von Maden, denn die benötigen für ihre Entwicklung viel Feuchtigkeit. Eine Möglichkeit wäre, den Komposthaufen mit einer Abdeckung vor Regen zu schützen oder aber Materialien unterzumischen, die Feuchtigkeit aufnehmen. Dazu gehören Zeitungspapier, Eierkartons, Sägemehl, Bentonit oder Urgesteinsmehl, trockenes Laub oder Schnittgut.

Ein weiterer Tipp: einen vogelfreundlichen Garten gestalten. Denn Vögel ernähren sich und ihren Nachwuchs gerne von Maden. Dabei hilft es auch, den Kompost hin und wieder zu wenden. So können die Vögel die Maden leicht finden.

Um auch die graue Tonne vor Maden und damit vor Gestank zu schützen, hilft es, ein paar Tipps zu beachten: Immer den Deckel schließen, damit Fliegen erst gar nicht hinein kommen. Außerdem die Tonne im besten Fall im Schatten platzieren. Denn Bakterien, Pilze und Insektenlarven fühlen sich in warmer Umgebung besonders wohl.

Für den Fall, dass die Tonne schon übel riecht, kann man gemahlenes Kaffeepulver, zusammengebunden in einer Filtertüte, hineinlegen. Das bindet den Geruch. Dies ist im besten Fall schon im Abfalleimer in der Küche zu machen.

Alle Küchenabfälle, die sich noch nicht in einem entsprechenden Beutel befinden, sollten zudem in Zeitungspapier oder Küchenkrepp gewickelt werden. So wird dem Abfall die Feuchtigkeit entzogen und der Geruch eingeschlossen.

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