Panne bei Stolberger Bürgermeistergalerie

Von: Jürgen Lange
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Walther Dobbelmann, Dr. Friedrich Deutzmann, Bernhard Kuckelkorn und Hermann-Josef Kaltenborn (v.l.). Hier endet am Ratssaal bislang die Galerie mit Portraits von Stolberger Bürgermeistern. Sie soll nun fortgesetzt, erneuert und ergänzt werden. Foto: J. Lange

Stolberg. Sie gilt als eine besondere Zierde der Kupferstadt: die Portraitreihe früherer Bürgermeister aus der Feder des renommierten, 1997 verstorbenen Stolberger Malers, Grafikers und Restaurators Bert Stollenwerk, dem im Frühjahr vergangenen Jahres das Galeristen-Ehepaar Christa und Karl-Heinz Oedekoven eine vielbeachtete Retrospektive in der Villa des Museums Zinkhütter Hof gewidmet hatte.

Die Reihe beginnt mit dem ersten Bürgermeister nach Verleihung der Stadtrechte, nämlich bei Konrad Esajas Michels (1815-1845) gefolgt von Friedrich von Werner (1845–1894) und Werner Fleusters (1894–1906), die im südlichen Foyer des Ratssaals zu sehen sind, und wird auf der nördlichen Seite fortgesetzt mit Walther Dobbelmann (1906–1934) und Dr. Friedrich Deutzmann (1944–1945) als erstem Nachkriegs-Bürgermeister.

Hohe künstlerische Qualität

Dann weist die Portrait-Zeitachse Löcher auf: Eduard Voß (1. August 1945 bis zum. März 1946, danach Stadtdirektor bis zum 31. Dezember 1957), Peter Conrads ( 1946–1948), Peter Meuser (1948–1950) und Nikolaus Vonderbank (1950–1952) fehlen.

Fortgesetzt wird die Reihe der Portraits dann mit dem seinerzeit dienstältesten Bürgermeister des Landes: Der in der Bevölkerung beliebte Bernhard Kuckelkorn personifizierte und repräsentierte Stolberg von 1952 bis 1979, und wurde 1988 zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Nach seinem Tod im September 1989 konnte die CDU in Absprache mit dem Stadtrat noch einmal Bert Stollenwerk beauftragen, ein Portrait für die Bürgermeister-Galerie zu fertigen. Das gelang der SPD nicht mehr für den im März 1999 verstorbenen Bürgermeister Hermann-Josef Kaltenborn (1979–1989). Sie beauftragte daraufhin die seinerzeit in Stolberg lebende Auftragsmalerin Dominika Baum mit einem Portrait Kaltenborns.

Aber „das zuletzt angefertigte Acrylwerk aus dem Jahr 2007 entspricht nicht mehr der qualitativen Ausführung der Vorgängerexemplare“, konstatiert der Erste Beigeordnete Robert Voigtsberger und unterbreitet dem am 16. September tagenden Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Tourismus einen Vorschlag.

Erster Auftrag

Der renommierte Maler Prof. Rafael Ramírez Máro hat sich angeboten, die Portrait-Reihe zu ergänzen. „Um die hohe künstlerische Qualität der Serie fortzusetzen, wäre die Erstellung eines neuen Werkes wünschenswert“, empfiehlt Voigtsberger auch das Bild von Hermann-Josef Kaltenborn neu zu beauftragen. Ebenfalls sollen in einem ersten Auftrag Portraits von dem 2007 verstorbenen Bürgermeister Hans Fischer (1994-1997) und von dem heute 79-jährige Wolfgang Hennig (1989-1994 und 1997-1999) angefertigt werden. „Die Verwaltung hält eine Portraitierung Herrn Hennigs für sinnvoll, weil er als einziger noch lebender ehemaliger Bürgermeister über kein politisches Mandat mehr verfügt“, erläutert Voigtsberger.

Eine Komplettierung aller „Alt-Bürgermeister“ wäre zu einem späteren Zeitpunkt sicherlich noch zu prüfen, sagt der Beigeordnete. Zunächst müsse sich aber erst einmal der Fachausschuss grundsätzlich positionieren. Zudem müssten die für die zunächst drei neuen Bürgermeister-Bilder erforderlichen 5000 Euro durch den Stadtrat im Haushalt 2016 bereitgestellt werden.

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