Ortsumgehung könnte die Würselener Straße in Atsch entlasten

Von: Robert Flader
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Stolberg. Die lebhaften Diskussionen aus der vergangenen Woche werden Verwaltung und Politik noch gut in Erinnerung haben, bevor es am Dienstagabend in Runde zwei der Bürgerinformations-Veranstaltung zum Verkehrskonzept „Stolberg West” geht.

Ab 19 Uhr werden im Jugendheim Münsterbusch Planer, Verwaltung und Politik zu den Verkehrs-Visionen Stellung nehmen, die im Oktober bereits im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr diskutiert wurden.

Den Verkehr aus der Atsch rausziehen

Am Dienstagabend geht es um die verkehrstechnische Entlastung der Stadtteile Atsch, Münsterbusch, Liester und Büsbach. Die entscheidende Frage wird dann sein, wie sehr eine mögliche Ortsumgehung den Verkehr aus der Atsch „rausziehen” könnte. Die zuständigen Verkehrsplaner reden von 7500 bis 15600 Kraftfahrzeugen, die eine solche Umgehung für den täglichen Straßenverkehr aufnehmen könnte - und damit vor allem die L 23 (Eisenbahn-, Würselener Straße), die L 221 (Cockerillstraße) sowie die ebenfalls stark frequentierte L 236 (Sebastianusstraße) entlasten soll.

Nur: Die vorgestellten Pläne sind nicht neu, konkrete Ideen zu Trassenführungen, für die Atsch, wie auch für Breinig, gab es bereits Anfang der 1970er Jahre. Die Umsetzung könnte sich ebenfalls als schwierig herausstellen, und das hat vor allem zeitliche Gründe: „Auf der Agenda des Landesbetriebs Straßenbau stehen erstmal ganz andere Dinge oben”, sagte der zuständige Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt in Breinig, wo eine beziehungsweise zwei mögliche Ortsumgehungen mit Anwohnern diskutiert wurden. „Aber wir sollten uns rechtzeitig einreihen.”

Insbesondere für die Atsch stellt sich die Lage verkehrstechnisch äußerst schwierig dar: Durch den geplanten Autobahnanschluss Eilendorf wird bis 2025 zunehmend mehr Verkehr nach Stolberg gezogen, in 15 Jahen könnten es Untersuchungen zufolge bis zu 12800 Fahrzeuge sein, die allein die Sebastianusstraße täglich nutzen, die Cockerillstraße würde im Bereich Buschmühle mit mehr als 10.000 Fahrzeugen belastet.

Kommt eine gewünschte Ortsumgehung für Atsch, so würde davon in erster Linie die L23 profitieren, wie es aus der Verkehrsstudie hervor geht. Statt der 10.000 im Jahr 2010 wären 2025 nur noch etwa 3200 Fahrzeuge täglich zu erwarten, die L236 könnte ihr derzeitiges Niveau in etwa halten.

Über die genaue Führung einer möglichen Trasse gibt es noch keine genaueren Angaben, wie Andreas Pickhardt betont: „Wir wollen die Meinung der Anwohner in dieses Konzept einfließen lassen, bevor wir uns mit konkreten Plänen beschäftigen.”

Offen ist auch, wie der unter einer Breiniger Ortsumgehung in Mitleidenschaft gezogene Stadtteil Büsbach, wieder entlastet werden könnte. Dies soll ebenfalls ein Thema sein am Dienstagabend im Jugendheim Münsterbusch.
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