Stolberg - Ortsparteitag der FDP: Signale auf Innovation gestellt

Ortsparteitag der FDP: Signale auf Innovation gestellt

Von: -jül-
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Sieht die Hochschulen im Land auf gutem Weg: Staatssekretär Dr. Michael Stückradt aus Stolberg.

Stolberg. „Wir haben viel getan für ein gutes neues Jahr”, sieht Dr. Michael Stückradt Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zum Innovationsland Nr. 1.

Denn Ziel der neu ausgerichteten Hochschulpolitik der Landesregierung sei es, „möglichst schnell Ergebnisse präsentieren zu können, damit Forschung in Produkte umgesetzt werden kann”, sagt der Staatssektretär im Düsseldorfer Ministerium für Innovation, Forschung und Technologie beim Ortsparteitag der FDP im Wintergarten des Hotels Stadthalle.

Wissenspotential als Rohstoff

Weil der letzte Rohstoff im Land die Steinkohle sei, sei es um so wichtiger, das Wissenspotential umzusetzen in Arbeitsplätze. Und je teurer der Standort werde, um so schneller müssten innovative Produkte entwickelt werden, um sie zu sichern, so Dr. Stückradt.

Um dieses Ziel zu erreichen, habe die Landesregierung als erstes ein Innovationsnetzwerk mit drei Strängen geknüpft. Investiert wurde in den Standort für Hochschulen und Forschungsinstituten. Mit Neugründungen wurde die Zahl der Hochschulen auf 60 - darunter 20 private - erhöht und hochrangige Forschungsinstitute angesiedelt.

„Auch mit Blick auf die doppelten Abitur-Jahrgänge, damit alle einen Studienplatz im Land finden können”, unterstrich Stückradt. Säule zwei sind verstärkte Investitionen. Das Land investiere in die Modernisierung seiner Hochschulen bis 2015 fünf Milliarden Euro vor. Die jährlichen Investitionen seien damit durchschnittlich 75 Prozent (300 Millionen Euro) höher als in den Jahren bis 2005.

Drittes Standbein ist die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Mittelstand durch eine auf Branchen und Technologiefelder konzentrierte so genannte Cluster-Politik. Innovationsgutscheine fördern die gezielte Entwicklung von Problemlösungen durch Hochschulen für die Wirtschaft, unterstützt wird die Einstellung von Absolventen durch den Mittelstand und zinsgünstige Darlehen unterstützen die Umsetzung von Ideen.

Proteste „teilweise berechtigt”

Diese Initiativen zahlten sich aus, sagte Stückradt. So viele Neuzugänge und abgeschlossene Studiengänge wie noch nie würden registriert. Dabei nannte der Staatssekretär die Proteste der Studenten „teilweise berechtigt”. Aber mit Korrekturen am Ausbildungsprogramm und Modernisierungsoffensive sei man jetzt auf einem guten Weg.

Spürbar profitiere auch die Städtregion. Allein 19 Top-Forschungsinstitute wurden angesiedelt. Der Campus AC werde als Katalysator dank innovativer Ideen bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Parallel unterstütze das Land Schulen beim Unterricht in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, um Interesse an innovativen Studiengängen zu entwickeln.
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