Orchester präsentiert sich in absoluter Hochform

Von: Dirk Müller
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„Highland Cathedral“ mit Trommler und Dudelsackspielern im Arrangement von Marc Gouswaart: unumstritten der Höhepunkt des SSG-Weihnachtskonzerts. Foto: D. Müller

Stolberg. Einen hochklassigen Musikgenuss hat die Stolberger Sing- und Spielgemeinschaft (SSG) den zahlreichen Gästen ihres Weihnachtskonzerts geboten. In der Pfarrkirche St. Franziskus haben dabei drei Ensembles das Publikum niveauvoll und gekonnt unterhalten.

Den Anfang machte das seit zehn Jahren bestehende Jugendorchester der SSG, das jetzt unter dem Namen „Just Music“ firmiert. Unter der Leitung von Markus Plum startete das Nachwuchsensemble festlich und schwungvoll zugleich, indem es Katy Perrys Hit „Firework“ im Arrangement von Michael Brown intonierte.

Andächtig oder swingend

Den Weihnachtsklassiker „Jingle Bells“ von James Lord Pierpont präsentierte „Just Music“ voller Frische, gab sich andächtig mit „Silent Night“ (Franz Xaver Gruber) und swingend mit „Let it snow“ (Jule Styne, Arr. Frank Comstock). Solistische Einlagen der Akteure wurden immer wieder auch während der Stücke mit Applaus bedacht, und das Jugendorchester der SSG zeigte sich von seiner besten Seite.

Einen furiosen Schlusspunkt des ersten Programmteils setzte „Just Music“ energiegeladen mit „Oh come all ye faithful“ im Arrangement von Paul Clark, das die Musiker mit großer Strahlkraft transportierten. Den vokalen Teil des rundum gelungenen Konzerts gestaltete eine junge Stolberger Formation, die sich bestens empfahl.

Von Josef Otten arrangiert

„Die Fünflinge“ nennt sich das neue A-cappella-Quintett, das gefühlvoll mit Leonard Cohens „Halleluja“ die Zuhörer verzauberte. „Die Fünflinge“ begeisterten das Publikum mit „Maria durch ein Dornwald ging“ (Arr. Nils Ole Peters) sowie drei weiteren Weihnachtsliedern, die der pensionierte Profisänger und Leiter des Büsbacher Männergesang-Vereins, Josef Otten, eigens für das Quintett arrangiert hatte.

So präsentierten Udo Dohlen, Thomas Spiekermann, Michael von der Weiden, Olaf Korr und Thomas Mertes „Hark! The Herald Angels Sing“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, „Silent Night“ (Franz Xaver Gruber) und Irving Berlins „White Christmas“, wobei „Die Fünflinge“ mit ansprechenden Arrangements und virtuosem Gesang gleichermaßen glänzten.

Im Anschluss verzückte das Große Symphonische Blasorchester der SSG unter der Leitung von Louis Wilhelmus das Auditorium. Schon mit den weihnachtlichen „Variations on a French Carol“ von James Curnow offenbarte das Orchester seine Klasse, doch das starke Ensemble lief in der Folge zur absoluten Hochform auf, bot etwa mit der imposanten Komposition „The Legend of Amaterasu“ von Eric Swiggers in virtuoser Intonierung großen Hörgenuss.

Gleiches galt für „Es ist ein Ros entsprungen“ im Arrangement von Otto M. Schwarz und Claude T. Smiths „Symphonic Prelude on Adeste fidelis“. Zu wahren Begeisterungsstürmen und stehenden Ovationen noch vor Ende des Konzerts kam es, nachdem das große Orchester das Publikum nach Schottland entführte hatte: In voller Tracht inklusive Schottenrock bereiteten der Trommler Pascal Abraas sowie die Dudelsackspieler Melanie und Willi Vandenburen den musikalischen Weg, der dann mit dem brillanten Orchester zur „Highland Cathedral“ (Michael Korb, Uli Roever, Arr. Marc Gouswaart) führte.

Das hoch atmosphärische Klangerlebnis begeisterte die Zuhörer, die am Ende des großartigen Konzertes bereitwillig zu Sängern wurden und gemeinsam mit dem großen Orchester der SSG „Tochter Zion, freue dich“ anstimmten.

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