Opern-Konzert: Macbeth, Traviata und Carmen in Büsbach

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Zuerst die Mittfasten-Messe in St. Hubertus und dann ein Opern-Konzert im April: Der Büsbacher Männergesang Verein ist ein anerkannter und gerne gehörter Klangkörper.

Stolberg-Büsbach. Es ist schon gute Tradition, dass der Büsbacher Männergesang Verein zum Mittfastensonntag ‚Laetare‘ messbegleitend in der Büsbacher Pfarrkirche St. Hubertus zur 11 Uhr-Messe singt. In diesem Jahr wird dies am Sonntag, 10. März, um 11 Uhr sein. Gesungen wird Charles Gounod‘s 2. Messe für Männerchöre.

Gounod‘s kirchenmusikalische Werke zeichnen sich neben einer tiefen Religiosität vor allem durch eine schlichte Innigkeit der Melodieführung, eine durchweg eingängige Harmonieführung und andächtige Klanglichkeit aus. Begleitet wird der Chor von Franz Körfer an der Orgel.

Für Samstag, 27. April, lädt der Chor für 19 Uhr zum Jahres-Konzert ein: Chormusik und Arien aus bekannten und weniger bekannten Werken italienischer und französischer Komponisten. Als Solisten wirken Marlies Buchmann (Sopran) und Josef Otten (Bass) sowie Theo Palm (Flügel) mit.

Neben ‚die Perlenfischer‘ und ‚Carmen‘, der wohl meistgespielten Oper überhaupt, von Georges Bizet, einem Schüler von Luigi Cherubini und Charles Gounod in Paris, singt der Chor z. B. den ‚Chor der Studenten‘ aus ‚Hoffmann‘s Erzählungen‘ von Jacques Offenbach, dem eigentlichen Erfinder der Operette. Nur wenige wissen, dass sein richtiger Name Jakob Eberst war, der in Köln geboren wurde, seine Familie kam aus Offenbach.

Da in Paris damals niemand den Namen Eberst aussprechen konnte, gab er sich den Namen Jacques Offenbach. Aus Giuseppe Verdi‘s ‚Nabucco‘ stammt einer der wohl stimmungsvollsten Chöre überhaupt, der ‚Gefangenenchor‘. Die Handlung spielt in Jerusalem und Babylon. ‚Die Macht des Schicksals‘ und ‚Macbeth‘ stammen ebenso von Verdi.

Der Deutsch-Italiener Ermanno Wolf-Ferrari hat die Musik zu ‚La Vita Nuova‘ des wohl größten italienischen Dichters aller Zeiten, Dante Alighieri, geschrieben, aus dessen Werk der Chor das Lied aus dem 32. Kapitel der ‚Divina Commedia‘ singt: ‚Ita n‘è Beatrice‘ (dies ist nicht Beatrice). Verdi‘s Oper ‚Macbeth‘ mit den ins Italienische übersetzten Texten Shakespeare‘s erklingt im ‚Chor der flüchtenden Schotten‘.

Der Eröffnungschor aus Verdi‘s Oper ‚Ernani‘ ‚Erhebet das Glas, den goldenen Wein‘ ist ein sehr munteres Trinklied, das den Charakter eines richtigen Ohrwurms hat. Außerdem ist Verdi‘s ‚La Traviata‘ mit einem Trinklied und Duett vertreten. Giacomo Puccini‘s Oper in einem Akt ‚Gianni Schicchi‘ ist selten aufgeführt. Allerdings ist daraus die ‚Arie der Lauretta‘ (Sopran) ein besonderes Highlight: ‚O mio babbino caro‘, das fast jeder Opernfreund kennt und besonders gerne hört. Schließlich erklingt noch der ‚Soldatenchor‘ aus Charles Gounod‘s Oper ‚Faust‘, deren Handlung zum Teil in Aachen spielt, als Don Carlos in der Crypta Karls des Großen wartend ermordet werden soll, statt dessen aber von den deutschen Kurfürsten im Aachener Dom zum Kaiser Karl V gewählt wird und damit nur knapp dem Tode entgeht.

Das Konzert findet im Saale von „Angie‘s Bistro & more“ an der Konrad-Adenauer-Straße um 19 Uhr statt, Einlass ab 18 Uhr. Eintrittskarten werden zum Preise von 8 Euro im April wie üblich über die Chormitglieder verkauft.

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