Open Air mit „Tocotronic”, „DYSE”, „Apparat” und „Ja, Panik”

Von: Dirk Müller
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Beim Kulturfestival der Städt
Beim Kulturfestival der Städteregion in Stolberg tritt die Band „Apparat” um Sascha Ring (hinten) auf. Foto: C. Falk

Stolberg. Wie es klingt, wenn ein renommierter Elektronikmusiker keine Tracks, sondern echte Songs komponiert, die nicht aus virtuellen Bits und Bytes bestehen, sondern von einer Band mittels realer Instrumente live präsentiert werden, kann man am Freitag, 29. Juni, in der Kupferstadt hören.

Sascha Ring alias „Apparat” wird die Computertastatur und -maus gegen eine Gitarre tauschen, seine Stimme erheben und mit Patrick „Nackt” Christensen (Piano, Gitarre, Bass), Ben Lauber (Rhodes, Synthesizer) und Jörg Wähner (Drums, Percussion) als „Apparat Band” das Open-Air-Konzert am Zinkhütter Hof bereichern.

In einer Kleinstadt im Harz geboren, macht Sascha Ring sich 1997 nach Berlin auf und beginnt als „Apparat” tanzflächenorientierten Techno zu spielen. Sein Hauptinteresse gilt jedoch mehr dem Klang als dem Rhythmus; seine elektronische Musik wird experimenteller und damit atmosphärischer.

2001 erscheint Rings Debütalbum „Multifunktionsebene” bei dem Berliner Label „Shitkatapult”, und zeitweilige Zusammenschlüsse von „Apparat” und dem Duo „Modeselektor” machen als „Moderat” mit Alben wie „Auf Kosten der Gesundheit” von sich reden, sind im Vorprogramm der Band „Radiohead” zu hören. Ring erspielt sich im Laufe der Jahre einen exquisiten Fankreis.

2004 lädt der im selben Jahr verstorbene britische Radio-DJ John Peel „Apparat” zu einer der letzten seiner legendären „Peel-Sessions” bei der BBC (British Broadcasting Corporation) ein. Sascha Ring befindet sich damit in der Gesellschaft von Musikgrößen wie „Pink Floyd” oder „David Bowie”.

Mit der italienischen Rockgröße Gianna Nannini arbeitet er zudem an einer Rockoper.

„Apparat” profiliert sich auch als Visualkünstler und setzt an der Seite von „Phon.O” das audiovisuelle Projekt „Tracnet” um. Mit seinem 2011 beim „Mute”-Label veröffentlichten Album „The Devils Walk” - benannt nach einem Gedicht von Percy Byssche Shelley - vollzieht Sascha Ring eine Abkehr vom Computer als „Meta-Instrument”.

Ring alias „Apparat” entdeckt Instrumente, wird zum elektronischen Singer-Songwriter. Seine perfekten Arrangements zelebrieren mit euphorischer Melancholie das Nichts, gereichen zu hymnenartigen Melodien, die nahezu zwangsläufig Verlust, Flucht und Verlorensein thematisieren müssen.

Der nächste Schritt ist die „Apparat Band” und damit die Möglichkeit, die träumerisch düsteren, elektroakustischen Songs live vor Publikum zu spielen, wie es im Rahmen des Kulturfestivals der Städteregion Aachen bei dem Stolberger Open-Air-Konzert mit „Tocotronic”, „DYSE”, „Ja, Panik” und natürlich der Band „Apparat” geschehen wird.

Das Konzert mit den Bands „Apparat”, „Tocotronic”, „DYSE” und „Ja, Panik” beginnt am Freitag, 29. Juni, um 18 Uhr auf dem Gelände des Museums Zinkhütter Hof, Cockerillstra­ße 90.

Eintrittskarten zu dem Open-Air-Event im Rahmen des Kulturfestivals der Städterregion Aachen sind zum Preis von 8 Euro in der Stolberger Zweigstelle des Zeitungsverlags Aachen, Rathausstraße 66, und im Haupthaus, Dresdener Straße 3 in Aachen, erhältlich.

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