„Online-Lexikon” bietet jetzt noch mehr Infos

Von: Lars Brepols
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Hat die Internetseite „Stolberg-Abc” überarbeitet: Hobby-Historiker Friedrich Holtz beim Durchstöbern seines „Lexikons”. Foto: L.Brepols

Stolberg. Über 700 Bilder, rund 1300 Stichworteinträge und über 8000 Querverweise: Kein anderes Medium bietet eine derartige Fülle an Informationen über die Kupferstadt, wie das „Stolberg-Abc”. Friedrich Holtz, Hobby-Historiker und Autor des „Alphabet der Heimatkunde”, hat die Internetseite jetzt aktualisiert und erweitert.

Etwa 50 Einträge sind neu hinzugekommen. Außerdem kann das 1994 erschienene Buch „Vom Messing zur Großchemie” ab sofort auch im Internet betrachtet werden. „Die Auflage ist lange vergriffen. Ein Nachdruck war nicht mehr möglich”, sagt Holtz, der die Internetversion des Buches durch Verlinkungen und aktuelles Bildmaterial deutlich aufgewertet hat. Künftig soll es auch eine Version zum Herunterladen geben, dann jedoch ohne Verlinkungen, wie Holtz betont.

Seit 2001 ist die Internetseite, die ab sofort in der vierten überarbeiteten Version zur Verfügung steht, online. „Das ist ein Nachschlagewerk mit Wissenswertem über die Stadt Stolberg. Vom Grundgerüst ähnelt es einem klassischen Lexikon”, verdeutlich Holtz, der sich seit vielen Jahrzehnten mit der Geschichte der Kupferstadt beschäftigt.

Angefangen hatte alles in den 80er Jahren. Jegliche Informationen über die Stolberger Industriegeschichte sammelte er seinerzeit in einem Zettelkasten. Ende der 90er Jahre begleitete er ein Projekt des Ritzefeld Gymnasiums zum Thema „Stolberger Umwelt”. In der Schule hielt Holtz einen Vortrag über die Erzproblematik. Anschließend wurde er von den Schülern gefragt, ob sie die Informationen irgendwo nachlesen könnten.

„Leider musste ich ihnen mitteilen, dass ich ihnen Nichts zur Verfügung stellen kann, außer meinem Zettelkasten”, erinnert sich Holtz. Begeistert von den gesammelten Notizen, forderten die Lehrer und Schüler den Hobby-Historiker auf, die Informationen zu veröffentlichen. Drei Jahre später war es dann soweit, die Seite „Stolberg-Abc” ging online. „Anfangs war die Informationsdichte noch sehr dürftig. Jetzt ist das Angebot aber schon sehr umfassend. Fertig wird diese Seite aber nie”, schmunzelt Holtz, der bemüht ist, das Angebot regelmäßig zu erweitern.

Aktuell sind beispielsweise Einträge zur Gressenicher Pfarrkirche „St. Anna”, zu den Produktionszahlen „Messing” oder ein aktualisierter Eintrag über das Schwungrad am Zinkhütter Hof hinzugekommen. „Viele Schulklassen besuchen das Museum. Die Schüler wissen meist gar nicht, was ein Schwungrad eigentlich ist”, sagt Holtz, der die geschichtliche Entwicklung des Zinkhütter Hofs detailreich dargestellt hat. Außerdem werden die Begriffe „Glückauf” und „Scheibenreißer” in der aktuellen Version erläutert.

Neu hinzu gekommen ist auch die Rubrik „Touristisches”. „Ich möchte dem Tourismus-Büro keine Konkurrenz machen, aber für Weithergereiste ist das sicherlich eine interessante Informationsquelle”, stellt Holtz klar. Das liebevoll gestaltete Portal bietet neben den textlichen Informationen, auch beindruckende Aufnahmen der Eheleute Pfaff. „Auch wenn Ihnen der Name nichts sagt, Fotos von den beiden haben sie sicherlich schon gesehen”, denkt Holtz vor allem an sein Startbild vom Kupferhof Rosental und Aufnahmen von der Stolberger Burg.
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