Oldtimer im Museum Zinkhütter Hof Traditionspflege mit Facetten

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
12994920.jpg
Formschöne Autos und auch historische Motorräder gab es beim Oldtimertreffen rund um das Museum Zinkhütter Hof zu sehen. Foto: Christoph Hahn
12994916.jpg
Das Kultauto unter den Oldtimern: Dieses Goggomobil sorgte beim Oldtimertreffen für Aufsehen.

Stolberg-Münsterbusch. Tag des offenen Denkmals – ja, auch. Aber vor allem war der Sonntag im und am Museum Zinkhütter Hof in Münsterbusch ein Tag des rollenden Denkmals. Zahlreiche Oldtimerfans und mancher Schaulustige, der mit den Schätzchen auf vier Rädern eigentlich nichts am Hut hat, streifte über das Außengelände des industrie- und wirtschaftshistorischen Museums und fand auch den Weg ins Innere, wo neben schicken Autos aus (vor allem) französischer und bayerischer Herkunft eine Vitrine an die 1958 tödlich verunglückte Motorsportlerin Inge Stoll aus Breinig erinnerte.

Über die wollen Museumsleiter Sebastian Wenzler und seine Kollegen noch so Einiges wissen. Zum Beispiel: „Gibt es noch große Exponate zu Inge Stoll, zum Beispiel Lederjacke, Helm, Handschuhe oder Brille?“, so eine der Fragen auf einem eigens ausgelegten Fragebogen. Der wird demnächst in der Hoffnung auf neue Erkenntnisse ausgewertet. Und vielleicht gibt es dann auch eine Antwort auf: „Wo ist Kurt Stolls Gespann?“ Weiterhin gesucht: persönliche Erinnerungen an Inge Stoll. Wer die zu bieten hat, ist beim Hausherrn Sebastian Wenzler (Telefon 02402/ 903130) immer an der richtigen Adresse.

„Knutschkugel“ mit Wohnwagen

Traditionspflege war am Sonntag angesagt – mit vielen verschiedenen Facetten. Und so fanden sich in unmittelbarer Nähe zur Stoll-Vitrine eine auch als „Knutschkugel“ bekannte BMW Isetta mit angehängtem Wohnwägelchen und ein paar formschöne Wagen französischer Herkunft. Und das hat vielleicht etwas mit den Vorlieben des Herrn Direktors: Der liebt La Grande Nation und ist zum Urlaub dort selbstredend mit seinem museumsreifen Peugeot („Damit sind wir mehr als 2500 Kilometer gefahren“) angereist.

Während Wenzler nichtsdestotrotz sein himmelblaues Schätzchen dezent im Hintergrund hielt, sorgten die Fans von Frankreichs wohl bekanntesten Pkw im Freigelände vor dem Restaurant für Aufsehen: Mitglieder des „Citroën 2 CV Club Stolberg“ zeigten verschiedene „Enten“, darunter eine mit Wohnwagen-Anhänger. Der war so klein, dass es zur Benutzung der biegsamen Knochen eines Artisten bedurft hätte.

Inmitten der zahlreichen antiken Motorräder und anderen Fahrzeugen der diversen Marken, darunter auch solche aus dem Hause NSU oder Wartburg, fanden sich solche Gefährte, die eine lange Geschichte haben, von denen ihr Besitzer nur zu gerne erzählt.

Friedrich Krüger aus Düren ist mit seinem Peugeot 202 (Baujahr 1952) schon seit 30 Jahren zusammen. Und über das Auto hat er begonnen, andere Gebrauchsgegenstände aus der Entstehungszeit zu sammeln. Einen alten Miele-Staubsauger, aber auch Lederkoffer. Denn stilecht muss es natürlich sein.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert