Oldtimer auf dem Zinkhütter Hof: Der Scheunenfund wird glänzen

Von: Heike Eisenmenger
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Oldtimer unterschiedlicher Mar
Oldtimer unterschiedlicher Marken und Typen haben am Sonntag auf dem Museumsplatz ein Stelldichein. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Ein Scheunenfund und ein bekannter Widerstandskämpfer: Das sind die einzigen Stichworte, die sich Museumsleiter Sebastian Wenzler entlocken lässt. Denn die automobilistische Überraschung soll erst beim Oldtimer-Treffen selbst vorgestellt werden.

Das Oldtimer-Treffen am Sonntag auf dem Gelände des Museums Zinkhütter Hof ist das 15. insgesamt.

Dass es auf dem Museumsplatz stattfindet, hat damit zu tun, dass Wenzler ein bekennender Oldtimer-Liebhaber ist, aber ganz auch damit, dass der Veranstaltungsort ideal für den Anlass ist. Es ist genug Platz vorhanden und die historischen Fahrzeuge fügen sich in das Konzept des Museums ein, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Industriegeschichte der Region zu bewahren. Der Termin ist für die Veranstaltung günstig: Parallel ist der „Tag des Denkmals” und Stolberg ist im Stadtparty-Fieber.

Wie viele Oldtimer ausgestellt sein werden, kann Wenzler vorab nicht sagen. Aber dass zu wenige Teilnehmer den Weg zum Zinkhütter Hof finden, diese Sorge hat er nicht. Denn bislang war das Treffen gut besucht, sowohl was die Zahl der Aussteller als auch die der Besucher betrifft.

Beliebt ist das Treffen wegen seiner lockeren Atmosphäre, denn es ist frei von kommerziellen Zwängen. „Es gibt wenig Vergleichbares und Teilnehmer wie Besucher schätzen dieses Ungezwungene. Es wird untereinander getauscht, es werden auch Ersatzteile angeboten, man kommt mit den Autobesitzern ins Gespräch - es ist amüsant”, beschreibt Wenzler das Drumherum. Wie in jedem Jahr wartet das Treffen mit einer Überraschung in Sachen „Oldimer” auf.

Sebastian Wenzler kennt in der Beziehung kein Mitleid mit schon von Berufswegen neugierigen Journalisten. Nur so viel gibt er preis: „Es handelt sich um einen Scheunenfund aus der näheren Umgebung. Das Automobil war in einem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf.” Doch nicht nur Alter und die Tatsache, dass der Oldtimer in einer Scheune unentdeckt „schlummerte”, macht ihn „besonders”: Die Geschichte des Fahrzeugs hat unmittelbar mit einem bekannten Widerstandskämpfer zu tun. „Mehr verrate ich nicht. Die Besitzer des Fahrzeugs haben seine Geschichte recherchiert und sie sollen sie auch erzählen”, sagt der Museumsdirektor.

Eine weitere Überraschung erwartet die Besucher im Museum. Das könnte ein Oldtimer aus der Rennszene sein oder ein historisches Schätzchen aus einem anderen Bereich.

Besitzer eines historischen Automobils oder eines Zweirades sind eingeladen, samt fahrbarem Untersatz am Treffen an der Cockerillstraße teilzunehmen. Beginn ist um 10 Uhr und das Ganze endet vermutlich gegen 18 Uhr. Das Treffen endet nämlich erst dann, wenn sich der letzte Oldtimerfan auf den Heimweg macht.
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