Ökumenischer Kreuzweg der Jugend verzeichnet rund 60 Teilnehmer

Von: Heike Eisenmenger
Letzte Aktualisierung:
jugendkreuzweg_bu
Freude am Glauben, das gehört für Stefan Winterich (links) und Patrick Weirauch (2. von links) unbedingt dazu. Der Jugendkreuzweg in Zweifall vermittelte diese Freude und sprach die Jugendlichen an. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg-Zweifall. Im Leben von Lisa Merle-Gier hat Gott seinen festen Platz. Die 14-Jährige ist eine von 60 Teilnehmern des ökumenischen Kreuzweges der Jugend, der am Freitagabend in Zweifall stattfand.

Start war in der katholischen Kirche, dort wurde wie auch später im evangelischen Gotteshaus gesungen, musziert, gebetet und aus religiösen Texten vorgelesen.

Beim Jugendkreuzweg ging es vor allem darum, sich mit dem Leben von Jesu Christi auseinander zu setzen, sein Verhältnis zu Gott und das eigene Handeln zu beleuchten.

„Die Lehren von Jesus Christus haben nach wie vor Gültigkeit, sind auf unser Leben heute übertragbar”, erklärte Lisa Merle-Gier, die zum ersten Mal an einem ökumenischen Jugendkreuzweg teilnahm.

Ihre Erwartungen, die sie in das Treffen gesetzt hatte, seien übertroffen worden, „es war richtig schön und ich habe viele neue Denkanstöße mitgenommen.”

Was auffällt, ist die Klarheit, mit der Jugendliche ihren Glauben sehen. So wie Patrick Weirauch, 16 Jahre. „Die katholische Kirche interessiert mich sehr. Obwohl ich bestimmt nicht überfromm bin. Ehrlich gesagt, gehe ich nur an den großen Feiertagen in die Kirche, aber die sind mir dann auch sehr wichtig.”

Dass etwas angestaubte Image, das dem Kirchgang anhafte, könne durch peppigere Musik abgestreift werden. „Durch Musik kann man viel erreichen, weil sie oft mehr ausdrückt als Worte. Rockmusik wäre vielleicht etwas übertrieben in der Kirche, aber etwas mitreißendere Musik wäre bestimmt nicht verkehrt. Eine kleine Jamsession während der Messe, das wäre es doch toll”, sagte Patrick Weirauch.

Die Gestaltung ist die eine Sache, was aber ist mit den Lehren der Kirche? Was denkt er beispielsweise über das Nein des Papstes zum Kondom? Sind nicht gerade solche Aussagen daran schuld, dass Menschen den Eindruck bekommen, dass die Kirche am Leben vorbeigeht?

„Von der Kirche entfremdet fühle ich mich durch solche Aussagen, auch wenn ich in einigen Dingen eine andere Meinung habe, nicht.”

Es sei generell schon richtig, dass man mit Sex verantwortungsvoll umzugehen habe, wozu aber für ihn auch gehöre, sich und den Partner vor einer HIV-Infektion zu schützen.

Wie Patrick Weirauch, so war es auch für Stefan Winterich, 16 Jahre, der erste Jugendkreuzweg. „Ich wollte mal schauen, wie ein Jugendkreuzweg abläuft.”

Das Konzept, die Art und Weise, mit Gleichaltrigen zu meditieren, habe ihm sehr gut gefallen. Auf die Frage, wie man mehr Menschen für die Kirche begeistert kann, schlug der junge Mann Folgendes vor: „Glaube ist etwas Lebensbejahrendes, ist Freude.

Diese Freude sollte in den Messen deutlicher zum Vorschein kommen, darum sollten man Gottesdienste fröhlicher gestalten.” Gospel sei da ein gutes Hilfsmittel: „Über die Musik fällt es Vielen leichter, Kontakte zu knüpfen, das Verhältnis innerhalb der Gemeindemitglieder würde sich verbessern”, glaubt Stefan Winterich.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert