Ökumenischer Gottesdienst des Palliativ-Netzwerkes

Von: Ottmar Hansen
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Dr. Claudia Plum und Otto Maus, Seelsorger im Trauerpastoral, entzünden 240 Kerzen für die im letzten Jahr Verstorbenen. Foto: O.Hansen

Stolberg. Abschied für immer von einem geliebten Menschen nehmen zu müssen, ist nicht leicht. Das Palliativnetz Stolberg-Eschweiler begleitet Totkranke und ihre Angehörigen auf diesem Weg. Am Abend trafen sich jetzt Mitarbeiter des Netzwerkes sowie Hinterbliebene zu einem ökumenischen Gottesdienst im Gedenken an die betreuten Verstorbenen aus dem vergangenen Jahr.

240 Patienten des Palliativnetzes sind 2012 meist an schweren Krankheiten gestorben. Ihre Namen wurde in der Kapelle des Stolberger Bethlehem Krankenhauses verlesen, während Dr. Claudia Plum und der katholische Seelsorger in der Trauerpastoral, Otto Maus, eine Kerze für jeden und jede Verstorbene entzündeten. „Wir beten für die Menschen, denen wir unterschiedlich helfen konnten“, sagte Dr. Elisabeth Ebner.

Der evangelische Pfarrer, Friedhelm Schippers, erinnerte an die biblische Geschichte von Hiob, der seine ganze Familie verlor, selbst schwer erkrankte und dennoch im Glauben an Gott nie aufgab. „Wir können das Leiden und Sterben nicht verändern, aber gemeinsam den Sinn suchen. Jeden Tag aufs Neue“, rief Schippers dazu auf, das Vertrauen in den gütigen Gott aufrecht zu erhalten. Einen wichtigen Beitrag dazu leiste das Palliativnetz Stolberg-Eschweiler. Dr. Plum: „Sterben und Tod sind ein Thema, das jeden betrifft. Leben und Tod gehören zusammen.“

Auch Otto Maus lobte die Arbeit der vielen Helfer: „Es sind die Menschen, die da sind, wenn es für andere Menschen zu Ende geht.“ Maus formulierte die Frage, der sich die Mitglieder des Palliativnetzes sehr häufig stellen müssen: „Wie hältst du das aus, ständig zu erleben, wenn es für andere Menschen in die letzte Phase geht?“ Mögliche Antworten gebe es mehrere. Vielleicht, weil man nicht selbst betroffen sei. Vielleicht aber auch, weil man in der Arbeit nicht Beruf, sondern Berufung sehe. Otto Maus: „Vielleicht auch, weil wir überzeugt sind, dass diese Arbeit Sinn macht. Und weil wir wissen, dass Gott an unserer Seite steht!“

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