„Ökologischer Fußabdruck“: Umwelt so wenig wie möglich belasten

Von: Christoph Hahn
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Mitmachen war gefragt: Viele Elemente beim Multivisionsvortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Ökologischer Fußabdruck“ im Stolberger Berufskolleg zielten auf eine aktive Mitwirkung der Zuhörer ab. Foto: Christoph Hahn

Stolberg. Wie Entertainment geht, weiß Markus Kiesel ganz gut. Und darum hat es der Mitarbeiter und Medienpädagoge des Vereins „Die Multivision“ aus Wuppertal nicht schwer, sein Publikum in der Eingangshalle des Berufskollegs, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf den Stühlen vor ihm zu packen.

Einfach sich durch den Gang an ihm vorbeidrücken – nicht mit Kiesel! Eine ganze Batterie an flockigen Sprüchen feuert der Gast mit der rednerischen Hochbegabung ab. Dann geht es los, los mit Statements von Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und dem Klimaschutzbeauftragten der Stadt, Georg Trocha.

In dessen Fachgebiet fällt das Thema, das Kiesel und Kollegin Anke Gregersen den Schülern multimedial aufbereitet präsentieren: Um den „ökologischen Fußabdruck“ geht es an diesem Morgen im Berufskolleg.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema gehört am Kolleg zur Tradition: „Aktiv für Klima“ heißt das Projekt, das Lehrer Rolf Oebel zusammen mit seinen Schülern im Fach Chemie umsetzt.

Wie der Mensch seinen ökologischen Fußabdruck verkleinert, also weniger Energie, Rohstoffe und andere Ressourcen zu Lasten der Umwelt verbraucht, das wusste eine junge Frau auch sofort: „Ich esse nur noch einmal die Woche Fleisch.“

Dass es ihm wichtig ist, das Klimabewusstsein gerade in Einrichtungen wie dem Berufskolleg zu verankern, betonte seinerseits Bürgermeister Tim Grüttemeier: „Wir müssen an die Schulen gehen.“ Der Chef im Rathaus bekundete zudem die Bereitschaft zur direkten Diskussion: „Wenn Ihr eine gute Idee habt, dann teilt sie uns mit – ganz gleich ob auf Facebook oder per Mail.“

Kaum war der 37 Minuten lange Film, den die Leute von „Die Multivision“ nach Stolberg mitgebracht hatten und der den abstrakten Begriff des Fußabdrucks mit allen Aspekten wie Flächen- und Energieverbrauch so richtig anschaulich gemacht hatte, verklungen, da präsentierte auch Georg Trocha eine zukunftsweisende Idee: „Mit den Eltern sich zusammensetzen und Voltaikanlagen aufs Schuldach setzen“, formulierte er als praktikablen Ausweg aus dem drohenden Energie- und Umwelt-Desaster.

Michael Kiesel suchte derweil den einfachen Zugang zu seinen Zuhörern. Keiner könne sich vor der Auseinandersetzung mit dem Thema drücken: „Sie alle haben schon Rohstoffe verbraucht“, schärfte er seinen Zuhörern ein. Dass der Zugriff auf Flächen und Bodenschätze ein Privileg ist und zu einem Missverhältnis zwischen Armen und Reichen führt, stellte der Gast ebenso unmissverständlich dar: „Ein Viertel braucht drei Viertel.“ Will sagen: 25 Prozent aller Menschen haben Zugriff auf 75 Prozent aller Ressourcen auf dieser Erde.

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