Stolberg - „Öcher Verzäll”: Amüsanter Schwank über zwei verstrittene Familien

„Öcher Verzäll”: Amüsanter Schwank über zwei verstrittene Familien

Von: Toni Dörflinger
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Der Streit ist eskaliert: Ein vermeintlicher Schuss hat Bella Kalkbrenner (Jette Meis) niedergestreckt. Um die Getroffene bemühen sich die anderen Darsteller der Theatergruppe ”Öcher Verzäll”. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Zwei befreundete Ehepaare, die Nachbarn sind und ein Gartengrundstück gemeinsam nutzen, streiten miteinander. Streitgegenstand ist die Zuneigung und Freundschaft, die Sohn und Tochter der beiden Familien für einander empfinden.

Die Freundschaft, die demnächst in eine Ehe münden soll, ist für die streitenden Familien Anlass, sich gegenseitig mit Verdächtigungen und Beschuldigungen zu überziehen. Die beiden jungen Leute, so die ungeheuerliche Vermutung, könnten nämlich Geschwister und das Produkt eines weit zurückliegenden Seitensprunges sein. Denn einen Kuraufenthalt hatten einst die späteren Nachbarn genutzt, um Zärtlichkeiten auszutauschen.

Da man aber nun nicht so genau weiß, ob der Zärtlichkeitsaustausch Folgen hatte, wird heftig miteinander gestritten und der Versuch gestartet, die Liebenden auseinanderzubringen.

Aufführung in drei Akten

So soll Stefan zu einem Musikstudium und Marianne zu einem Sprachaufenthalt ins Ausland geschickt werden. Aber dieser Plan kommt nicht zur Ausführung, weil sich die Streitparteien letztlich doch einigen und der Vermählung ihrer Kinder keine Steine mehr in den Weg legen.

Diese amüsante Story wurde am Wochenende im Kulturzentrum Frankentalstraße von der Aachener Laienspieltruppe „Öcher Verzäll” gekonnt und überzeugend in Szene gesetzt. Wie der Name schon sagt, kam die in drei Akten unterteilte Aufführung, die den Titel „Neä wat zänke Nobbere” trug, im lupenreinen Öcher Platt daher. Ein Tonfall und eine dialektische Färbung, die dafür sorgte, dass das Stück von Witz, Humor und eigentümlichen Situationen geprägt war.

Beim Publikum kamen die Aufführungen sehr gut an und sorgten dafür, dass eine Lachsalve die andere jagte. Denn die im Dialekt vorgetragen Dialoge zu verstehen und nachvollziehen zu können, stellte für das weitgehend aus der Kupferstadt stammende Publikum kein Problem dar. Wenn es auch zwischen Aachen und Stolberg mundartliche Barrieren gibt, so sind doch viele Gegebenheiten und Ausdrücke ähnlich - eine Tatsache, die die zehnköpfige Laienspieltruppe geschickt zu nutzen wusste.

Brillante Darstellungen

Sehr gut zur Geltung kamen auch die im Stück vorkommenden unterschiedlichen Charaktere. Sie wurden von den Schauspielern brillant dargestellt und mit herzerfrischendem Leben erfüllt - nicht zuletzt auch dank der originellen Sprache.

Das begeisterte Publikum wiederum honorierte die Vorstellung mit lang anhaltendem Applaus - es war der verdiente Lohn für eine hervorragende Theateraufführung, die in allen Belangen zu überzeugen wusste.

Weitere Vorstellung am Samstag

Wer die Aufführung des Stückes „Neä war zänke Nobbere” der Theatergruppe „Öcher Verzäll” verpasst hat, erhält am kommenden Samstag, 16. Januar, eine zusätzliche Chance.

Um 19 Uhr beginnt eine weitere Vorstellung im Kulturzentrum Frankental. Karten gint es an der Abendkasse.
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