Nur sehr wenige Zuhörer beim Auftritt des „Trio Rosenpalais“

Von: Alice Klieser
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Große musikalische Leistung vor ganz kleiner Kulisse: Das „Trio Rosenpalais“ ließ sich von den vielen leeren Stühlen im Rittersaal nicht entmutigen und glänzte beim letzten Abo-Konzert des Jahres. Foto: A. Klieser

Stolberg. „Liebe, Lust und Leidenschaft“: Das „Trio Rosenpalais“ musizierte zu diesem Thema jetzt im Rittersaal der Stolberger Burg beim letzten Abo-Konzert des Jahres. Vor einem fast leeren Saal standen die drei Frauen in langen, feinen Kleidern auf der Bühne.

Bei ihrem Operettenabend „Nicht so schnell mein Herr“ war Liebe, Lust und Leidenschaft nicht nur in den Texten der Stücke zu finden: Auch die Mezzosopranistin Charlotte-Maria Brückner, Pianistin Andrea-Kramer Rodermundt und Violinistin Svenja Kohlmann, die das „Trio Rosenpalais“ bilden, strahlten diese beim Musizieren und Unterhalten aus.

Charlotte-Maria Brückner bewegte sich passend zu den Stücken und schien sich in die Figuren, über die sie sang, hineinzuversetzen. Auch ihre beiden Kolleginnen vertieften sich in die Stücke. Violinistin Kohlmann spielte sogar einmal über das Ende eines Liedes hinaus.

Zwischen Stücken wie „Ich tanz mit dir ins Himmelreich“, „Liebe, du Himmel auf Erden“ und „Einer wird kommen“, neckten sich besonders Sopranistin Brückner und Violinistin Kohlmann und sorgten so nicht nur einmal für Kichern im Publikum. Die Interpretinnen plauderten auch mit den Gästen und erzählten zum Beispiel, dass sie noch auf den Richtigen warten.

Vom Küssen und Tanzen

„Mit deinem Geigenspiel kannst du dir bestimmt einen herbeigeigen“, sagte Brückner zur Violinistin und läutet damit das nächste Stück ein. Auch die Kusskünste der Damen wurden durch das Stück „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ (Franz Lehar) beschrieben. Die Musik wechselte von ruhigen, sehnsuchtsvollen Stücken zu energievollen Tanzliedern von berühmten Komponisten wie Tschaikowski, Emmerich Kálmán oder Johann Strauss. Das ein oder andere Lied erkannt das Publikum wieder, und es wurde leise mitgesummt.

„Ich glaub‘, heute komme ich gar nicht mehr aus dem Tanzen“, erklärte Brückner in der zweiten Hälfte des Programms. Die Zuhörer bzw. Zuschauer waren begeistert vom „Trio Rosenpalais“, dafür aber umso enttäuschter davon, dass der Saal fast leer blieb. „Das ist sehr schade für das tolle Programm“, sagt eine Zuschauerin und ergänzte: „Ich bin aber trotzdem froh, dass ich hier bin. Es gefällt mir wirklich sehr gut.“ Auch die Frauen des „Trio Rosenpalais“ spielten ihr Programm trotzdem mit Freude durch und erfreuten damit das kleine Publikum.

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