Nur das Feuerwerk fehlt in guter Bilanz

Von: Heike Eisenmenger
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Anstoßen auf einen guten Besuch: Zum Abschluss war der Kaiserplatz am Abend noch einmal voller Menschen. Das abgesagte Feuerwerk tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Einen „Plan B” hat Stefan Babic vom Amt für Wirtschaftsförderung und Kultur der Stadt Stolberg fast immer in der Tasche. Angesichts von angekündigten Windgeschwindigkeiten bis zu 80 Kilometern in der Stunde, gab es jedoch keinen Alternativ-Plan, den der 50-Jährige am Abend aus dem Ärmel hätte schütteln können.

Damit musste das Feuerwerk, das den Kaiserplatz illuminieren sollte, als krönender Schlusspunkt der „Kupferstädter Weihnachtstage” ausfallen.

Doch die Sicherheit der Zuschauer geht nun mal vor: „Feuerwerk darf bei Windgeschwindigkeiten bis maximal 18 Kilometern pro Stunde gezündet werden. Der Wetterdienst aber hat für Sonntag eine Sturmwarnung mit 40 bis 80 km/h herausgegeben”, argumentiert Babic.

Doch auch wenn der Schlusstag der „Kupferstädter Weihnachtstage” nicht so lief wie ursprünglich geplant, schmälert das den positiven Gesamteindruck keineswegs. „Wir verzeichnen einen Besucherrekord!”, bilanziert Babic. Wie viele Tausende Menschen im Laufe der Weihnachtstage 2009 Stolberg besuchten, kann Babic nur schätzen, „aber es waren deutlich mehr, als in den Jahren zuvor.”

Dass laut Babic ein Besucherrekord erreicht wurde, ist insbesondere vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise bemerkenswert. Vielleicht aber dürsten die Menschen gerade in schwierigen Zeiten nach ein wenig Abwechslung und friedvoller Atmosphäre.

Dass wir uns mitten in einer Wirtschaftskrise befinden, merkten die Aussteller jedoch beim Blick in die Kasse. „Es wird weniger gekauft, dafür mehr geguckt”, gibt Babic die Meinung der Händler wieder.

Unzufrieden mit der Ausbeute seien die Aussteller im Großen und Ganzen dennoch nicht. „Insgesamt wurde zwar weniger umgesetzt. Dadurch, dass wir mit Rahmenaktionen wie dem Fakir, Schauschmieden, Holzschnitzen etc. mehr Besucher angelockt haben, konnte ein wenig aufgefangen werden, dass die Leute allgemein sparsamer sind.”

20 Aussteller haben bereits für die Weihnachtstage 2010 zugesagt.
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