Nudelbuffet: Duft aus Bella Italia kitzelt Gaumen

Von: Heike Eisenmenger
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Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Am Sonntag fanden sich Hunderte Stolberger zum 7. Nudelbuffet auf dem Kaiserplatz ein. Foto: Heike Eisenmenger

Stolberg. Die Zubereitung von Pasta wird den Italienern als Königsdisziplin nachgesagt. Nach dem Nudelbuffet am Sonntag auf dem Kaiserplatz ist die Frage berechtigt, ob das tatsächlich so stimmt.

Auch wenn Organisator Hans-Josef Siebertz und seine Küchencrew mit Franz Josef Koke, Willi Croé, Helmut Matheis und Dieter Brockmann an den Kochlöffeln nicht „O sole mio” beim Kochen schmetterten, so verbreiteten sie auf dem Kaiserplatz italienisches Flair. Was wahrscheinlich daher kommt, dass es wie in „Bella Italia” duftete.

„Rosmarin, Basilikum und Thymian - hier kommen nur frische Kräuter rein”, sagt Helmut Matheis, während er Kräuter mit dem großen Kochlöffel unter die Bolognese hebt und neue Duftwolken freisetzt. Der Fahrschullehrer ist einer von rund 100 Helfern, die auf unterschiedliche Weise zum Gelingen des 7. Nudelbuffets beitragen.

Viele der Helfer tragen das Abzeichen des Deutschen Roten Kreuzes Stolberg, dessen Vorsitzender Hans-Josef Siebertz ist. Mit im Boot sind aber auch die St.-Sebastianus-Schützen, die „Tafel” und andere Organisationen und Vereine aus Stolberg. Der Erlös des Buffets wird für soziale Projekte in der Kupferstadt verwendet. Der caritative Gedanke, aber auch das ganze Drumherum, sprich das gute Angebot, lockt in jedem Jahr Hunderte Besucher. Für „kleines Geld” mit der Familie und Freunden „lecker Essen zu gehen” und dabei noch unterhalten zu werden, hebt selbst an einem verregneten Sonntag die Stimmung erheblich.

Mit Unterhaltungsprogramm

Der Stolberger Schwimmverein hat sich gleich mit 14 Mitgliedern eingefunden. Die wie blank geleckten Teller sprechen eine klare Sprache. „Wir sind total begeistert vom Essen und der Atmosphäre. Da freut es einen richtig, dass die Veranstaltung so gut angenommen wird”, spricht Liselotte Amelong (71) auch im Namen ihrer Vereinskameraden. Andrea Knappik besucht mit ihrem Töchterchen Jill-Alia (2) das Fest: „Hier kann die Kleine mit anderen Kindern spielen, und für mich ist es natürlich auch schön, mal raus zu kommen und unter Leuten zu sein”, erzählt die 30-Jährige.

Die Begeisterung für das Nudelbuffet ist auf beiden Seiten, also bei den Besuchern wie bei den Helfern, zu spüren: „Es macht wirklich Spaß und man lernt neue Leute kennen, mal abgesehen davon, dass der Erlös für die gute Sache ist”, sagt Helfer Dennis Haicks (19). Lea Schneiders ist zwölf Jahre alt, und sie packt bereits tüchtig mit an: „Ich bin gerne hier, weil die Kunden so fröhlich sind”, sagt die junge DRK-Helferin und häuft Pasta auf die Teller. Gleich neben der „Pasta-Front”, wo sich die dampfenden Nudelschüsseln aneinanderreihen, ist die „Dessert-Abteilung”. Tiramisu und selbst gebackene Kuchen sind bei den „Dolce” die Renner.

Ansätze von Hektik werden routiniert niedergekämpft. „Die Teller und das Besteck sind ausgegangen”, raunt Cornelia Stöcker ihrer Tochter Anna zu, während sie geschickt Ananasscheiben drapiert. Flugs hat die 14-Jährige Nachschub organisiert.

Anna hilft oft bei Benefizveranstaltungen mit. Und zwar aus dem Wissen heraus, dass sie das Privileg genießt, in einem liebevollen und sicherem Zuhause aufzuwachsen.

Auf der Bühne kündigt sich derweil der nächste Programmpunkt an: Die Midnight Rodeo Band tritt auf. Ebenfalls auf dem Programm stehen der Alleinunterhalter Frank Hoffmann, die „Gressenicher Blasmusikanten”, die „Inde Rebellen” sowie eine Tanzaufführung des Jugend Rot Kreuzes Breinig. Und die Aachener Stadtreiter geben bei ihrem Besuch auf den Rössern ein beeindruckendes Bild ab.

Gute Unterhaltung, gutes Essen, Plaudern mit Freunden und das bei einem guten Glas Rotwein - fast könnte man glauben, im Urlaub in „Bella Italia” zu sein, auf dem Kaiserplatz in Stolberg.

Einkaufsliste XXL für das 7. Nudelbuffet

Der Alptraum einer jeden Hausfrau ist diese Einkaufsliste: Für das Nudelbuffet 2010 wurden rund 150 Kilogramm Nudeln benötigt. Allein für das Tiramisu wurden 20 Kilogramm Mascarpone verarbeitet. „Was die Milchprodukte angeht, bewegen wir uns bei mindestens 50 Kilogramm”, schätzt Organisator Hans-Josef Siebertz.

Weiterhin wurden für das Obstdessert kistenweise Trauben geordert sowie 20 Ananas und 10 Wassermelonen in appetitliche Scheiben geschnitten.

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