Notfallpraxis bekommt Räume im Bethlehem-Gesundheitszentrum

Von: Tom Lammertz
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Die alte Holztür als Entree der Notfallpraxis hat bald ausgedient. Dann behandeln die nidergelassenen Ärzte im Krankenhaus. Foto: S. Maassen

Stolberg. Die Notfallpraxis der niedergelassenen Ärzte zieht um. In Kürze wird sie in der Zentralambulanz des Bethlehem-Gesundheitszentrums beheimatet sein. Die bisherigen Räume – vor dem Haupteingang des Krankenhauses – können Patienten, die das Notdienstangebot der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) nutzen, dann im Wortsinn links liegen lassen.

Die Verantwortlichen des „Bethlehem“ versprechen sich davon eine patientenfreundlichere Lösung dank größerer Nähe zu den Fachabteilungen des Krankenhauses. Die Notfallambulanz der Kassenärzte soll im Trakt der Zentralambulanz eigene Behandlungsräume bekommen und sich die Anmeldezone mit der Zentralambulanz teilen. Das bedeute: Die Anmeldung ist auch dann besetzt, wenn nur Personal der einen oder anderen Einrichtung im Dienst ist.

Keine Bedeutung hat diese Entscheidung des Stolberger Krankenhauses im Hinblick auf die Neuorganisation der Notfallpraxen, an der die KV arbeitet. Dr. Lothar F. Nossek, Kreisstellenvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und der Ärztekammer Nordrhein, betont, dass die Stolberger Entscheidung bislang nichts mit der ausstehenden Entscheidung für einen gemeinsamen Standort zu tun habe.

Entscheidung Ende März

Auch wenn er die Neuerung im Sinne der Ärzte und Patienten als logistisch sinnvoll und begrüßenswert erachtet, stehe nach wie vor im Raum, eine gemeinsame Praxis für Stolberg, Aachen und den Südkreis zu finden. Nossek, der dazu bereits im Rat der Stadt Eschweiler gesprochen hat, wird am Dienstag, 20. Januar, auch im Stolberger Stadtrat Stellung beziehen.

Der Vorsitzende will allen Beteiligten sämtliche Optionen darstellen und denkt daran, die lokal Verantwortlichen abstimmen zu lassen, bevor dann Ende März in Düsseldorf die Vollversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung die endgültige Entscheidung treffe.

Beim Thema Verantwortliche sagt Nossek aber auch, dass die Leitungen von drei anderen Häusern bei den Überlegungen mit im Boot gewesen seien, während der Stolberger Geschäftsführer Gábor Szük bisher keiner Einladung gefolgt sei. Im Gespräch sei man mit Obmann Dr. Bernd Kallenberg.

Szük hat diesen Vorwurf nach eigener Auskunft bereits mit Schreiben vom 11. Dezember an Dr. Nossek kommentiert, in dem er die Kreis-KV seines persönlichen und des ungebrochenen Interesses seines Hauses versichert.

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