Noch keine Einigung im Tarifstreik der Prymaner

Von: Laura Beemelmanns
Letzte Aktualisierung:
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Rund 150 Mitarbeiter der Stolberger Prym-Gruppe haben am Mittwoch mit einem halbstündigen Warnstreik für mehr Gehalt demonstriert. Foto: Laura Beemelmanns
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Rund 150 Mitarbeiter der Stolberger Prym-Gruppe haben am Mittwoch mit einem halbstündigen Warnstreik für mehr Gehalt demonstriert. Foto: Laura Beemelmanns
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Rund 150 Mitarbeiter der Stolberger Prym-Gruppe haben am Mittwoch mit einem halbstündigen Warnstreik für mehr Gehalt demonstriert. Foto: Laura Beemelmanns

Stolberg. Mit Pappschildern, Bannern, orangefarbenen Warnwesten und Trillerpfeifen ausgerüstet, sind rund 150 Beschäftigte der Prym-Gruppe am Mittwochvormittag in Stolberg in den Streik getreten. Auf dem Gelände des Unternehmens forderten die Mitarbeiter der Divisionen Inovan und Consumer sowie der Prym-Holding 3,4 Prozent mehr Entgelt und damit die Übernahme des Tarifabschlusses für die Metall- und Elektroindustrie in NRW – schlichtweg mehr Gehalt.

Unterstützt wurden sie von einigen Kollegen aus Alsdorf, die waren extra mit einem Bus angereist, um für rund eine halbe Stunde ihre Arbeit niederzulegen. Und außerdem von Beschäftigten der Division Fashion. Die sind zwar wegen des in der Vergangenheit abgeschlossenen Sanierungstarifvertrages nicht betroffen, wollen ihre Kollegen jedoch unterstützen.

Leises Warten

Sie zeigten sich also solidarisch, die Prymaner, wenngleich die Rufe und Pfiffe noch etwas verhalten klangen. Der Streik erinnerte eher an ein leises Warten. Einen Schlachtruf gab es nicht. Aber warum rufen, wenn die Forderung schon klar definiert wurde. Also warteten allesamt gespannt am Haupteingang auf ein Ergebnis. Denn in der Zwischenzeit liefen die Verhandlungen zwischen der Geschäftsführung der Stolberger Prym-Gruppe und der IG-Metall, von denen fast 400 der rund 600 Prymaner am Standort Stolberg sowie die Kollegen von Consumer in Alsdorf betroffen sind.

Wie sich herausstellen sollte, hatte der Streik jedoch zu keinem Ergebnis geführt – zumindest noch nicht. Aufgeschoben ist schließlich nicht aufgehoben.

Denn auch nach der dritten Verhandlungsrunde konnten sich IG Metall und die Prym-Gruppe nicht einigen. „Wir haben verschiedene Lösungsansätze diskutiert. Aber beide Parteien brauchen noch Bedenkzeit, um mit den betrieblichen Kollegen in der Belegschaft zu diskutieren. Wir müssen uns noch untereinander abstimmen“, sagt Helmut Wirtz, Geschäftsführer der IG-Metall Stolberg, auf Anfrage unserer Zeitung.

Es wurde ein neuer Termin festgelegt. Am Freitag, 23. August, werden sich beide Parteien erneut zusammensetzen. „Ich vermute, dass wir Freitagabend zu einem Ergebnis kommen“, so Wirtz weiter.

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