Noch 23 Telefonzellen stehen für die Stolberger bereit

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Zehn der 23 Telefonzellen in Stolberg werden von der Telekom als unwirtschaftlich bezeichnet. Symbolbild: dpa/David Ebener

Stolberg. Heute können wir uns das kaum noch vorstellen, aber es gab tatsächlich Zeiten, in denen Menschen ohne ein Smartphone ausgekommen sind. Zeiten, in denen sie zum Anrufen zunächst noch im Portemonnaie nach Kleingeld suchten. Diese Zeiten haben sich geändert.

Und man mag es kaum glauben, aber in Stolberg stehen dennoch 23 solcher Telefonzellen – beinahe Relikte aus einer längst vergessenen Zeit. Die gelben Boxen oder inzwischen zumeist magentafarbenen, gläsernen Zellen werden zum Teil noch rege genutzt.

Bundesweit gibt es rund 30.000 Telefonzellen, die die Deutsche Telekom betreibt. Darüber hinaus gibt es allerdings auch Alternativanbieter. Laut Telekom haben die Fernsprecher je nach Örtlichkeit nach wie vor eine hohe Bedeutung, etwa an Flughäfen oder Bahnhöfen.

Auch in Stolberg wird noch regelmäßig zum Hörer gefriffen. Zwar nicht bei allen Telefonzellen, aber immerhin bei 13. Denn für die übrigen zehn sieht die Zukunft nicht allzu rosig aus. „Zehn der 23 Telefonzellen werden von der Telekom als unwirtschaftlich bezeichnet“, sagt Robert Walz, Sprecher der Stadt Stolberg. Unwirtschaftlich, das kann Vieles bedeuten.

Diese Telefonzellen können beispielsweise defekt sein oder sind anderen „Gräueltaten“ zum Opfer gefallen. „Es gibt eine Telefonzelle mit einem Silvesterschaden. Da wurde vermutlich ein Böller reingeworfen“, sagt Walz. Oft lohne sich die Reparatur dann nicht mehr. Außerdem gebe es laut einem Sprecher der Telekom die Möglichkeit, Fernsprecher mit einem Umsatz unter 50 Euro monatlich abbauen zu lassen.

Denn der Unterhalt einer Telefonzelle kostet Geld, etwa für Strom, Standortmiete und Wartung. Unwirtschaftlich sind demnach die Telefonzellen in der Würselener Straße, Elsaßstraße, Sebastianusstraße, Prämienstraße, Stefanstraße, am Schafberg, an der Birkengangstraße, am Markusplatz, an der Bergstraße und an der Schevenhütter Straße.

Mit der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände habe die Telekom deshalb vereinbart, dass sie Städte und Gemeinden wegen eines Abbaus ansprechen darf, falls auf deren Gebiet extrem unwirtschaftliche öffentliche Fernsprecher stehen.

Denn: „Der Umsatz ist ein klares Indiz dafür, dass der Wunsch nach einer Grundversorgung durch die Bevölkerung an dieser Stelle offensichtlich nicht mehr besteht. Der Kunde ist der Architekt des Telefonzellen-Netzes“, sagt der Sprecher.

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