Nobbi I. und die süßeste Materialschlacht Zweifalls

Von: Toni Dörflinger
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Prinz Nobbi I. (Seidel) hatte nicht unerheblichen Anteil daran, dass der Zweifaller Rosenmontagszug zu einer wahren Materialschlacht wurde.
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Sie haben schon längst fertig, was die Stadt erst beginnen will: Zweifalls Brückenbauer und die neue Hasselbachüberführung. Foto: T. Dörflinger

Stolberg-Zweifall. Eine schier endlose Menge an Wurfmaterial hatte sich am Rosenmontag auf die Besucher des Zweifaller Rosenmontagszuges ergossen. So war die Ecke Jägerhaus-/Werkstraße, die der närrische Lindwurm gleich dreimal passierte, von einem dicken, aus Bonbons und anderen Leckereien bestehenden Teppich bedeckt.

An der „Materialschlacht“ hatte sich auch die Zweifaller Tollität Nobbi I. (Seidel) beteiligt, der seine am Straßenrand wartenden Untertanen ebenfalls mit einer großen Menge an Kamellen und anderen Süßigkeiten bedachte. Den bunt kostümierten Besuchern, die teilweise in Dreierreihen am Straßenrand standen, war das nur recht. So füllten sich rasch die mitgebrachten Beutel und Taschen mit Schokoladenbonbons, Waffeln, Popcorn und Pralinen.

Neben dem Zweifaller Block, der mehrere Fußgruppen und Wagen umfasste, hatten sich auch die Karnevalsgesellschaften und -initiativen aus Gressenich, Vicht, Werth und Schevenhütte mit ihren fahrbaren Untersätzen und Motivgruppen in das bunte Geschehen eingereiht.

Zahlreiche Karnevalisten aus den Nachbarorten hatten vermutlich den Zweifaller Umzug für eine letzte Ausfahrt ausgenutzt. So auch die „Hüttenwirte“ aus Werth, die ihr großes Gefährt an einem anderen Ort erneut den Besuchern präsentierten. Abermals mit dabei waren auch die jungen Sportler vom VfL Vichttal. Sie hatten ihren Wagen mit großen Lautsprecherbox bestückt, aus denen aktuelle Pop- und Rockmusik geboten wurde.

Besonders einfalls- und ideenreich waren die Fußgruppen ausgestattet, die Prinz Nobbi I. bei seiner Triumphfahrt durch den Ort begleiteten. Eine Augenweide war eine 28-köpfige Gruppe im Alter von fünf bis 55 Jahren, die als „Brückenbauer“ über Jägerhaus-/Werk- und Döllscheidter Straße zogen. Sie hatten die neue, geplante Hasselbachbrücke als fahrbares Modell gleich mitgebracht und hatten etliches Montagewerkzeug und andere Utensilien an Bord, um ihrem Werk und ihrer Idee Taten folgen zu lassen.

Dem nichts nachstehend präsentierte sich eine andere große Gruppe, die sich mit Farben beschmutzte Malerkittel angezogen hatte, um sich als „Atelier op d‘r Zwiefel“ für künstlerische Aktivitäten zu empfehlen. Offensichtlich war das eine Anspielung auf die berufliche Tätigkeit von Tollität „Nobby“, der ein Gewerbe als Kirchenmaler- und -restaurator ausübt.

Kulinarisches wurde aber nicht nur in Form von Süssigkeiten geboten. Zweifalls Freiwillige Feuerwehr hatte auf dem kleinen Vorplatz vor der Sparkassenfiliale eine Feldküche aufgebaut, woraus 85 Liter Erbsensuppe an die hungrigen Zugbesucher ausgeschenkt wurden. Danach war noch nicht Schluss.

Nach Zugende zog man gemeinsam zum Festzelt an der Kornbendstraße um dort bis weit nach Mitternacht weiter zu feiern.

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