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„Night Moves“: Erhoffter Andrang bei der Premiere bleibt aus

Von: Lukas Franzen
Letzte Aktualisierung:
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Da ist noch viel Platz unterm Korb: Bei der ersten Auflage von „Night Moves“ hielt sich die Nachfrage in engen Grenzen. Foto: L. Franzen

Stolberg. „Breinight“ und „Night-Soccer“, so heißen die etablierten Fußballangebote des Jugendamts in den Turnhallen der Breiniger Stefanstraße und am Glashütter Weiher. Nachtsportangebote in der Innenstadt? Bisher Fehlanzeige. Mine Kilic, Mitarbeiterin der mobilen Jugendarbeit, will dies nun ändern. Doch der erste von sechs Terminen fand kaum Anklang bei der Stolberger Jugend.

Die Resonanz bei Facebook, wo die Diplom-Pädagogin eine Seite für den mobilen Jugendbus mit knapp 300 „Fans“ pflegt, sei vielversprechend gewesen, erzählt sie. In allen weiterführenden Schulen habe sie Plakate für ihr neues Basketballprojekt „Night Moves“ geklebt und sei von vielen Eltern sogar darum gebeten wurden, sich für Sportangebote in der Innenstadt einzusetzen.

Bei der Premiere fanden jedoch lediglich zwei Interessierte den Weg in die Sporthalle des alten Goethe-Gymnasiums am Kaiserplatz. Und diese kamen bezeichnenderweise auch nicht direkt aus der Stolberger „City“, sondern vom Donnerberg.

„Ich hätte deutlich mehr erwartet“, zeigte sich Mine Kilic enttäuscht, als sich abzeichnete, dass es wohl bei dieser mageren Teilnehmerzahl bleiben würde. „Für Jugendliche ist die zentral gelegene Halle doch sehr gut zu erreichen, und es gibt kaum Angebote in der Innenstadt.“

Die Lust am Spiel mit dem orangefarbenen Ball ließen sich Kilics Mitarbeiter Frederik Löhrer und die beiden Achtklässler Jonas Schmitz und Freundin Dunja Bouabe dennoch nicht nehmen. Ob Zweikämpfe, Wurftechniken oder allgemeine Fragen zum Regelwerk – Löhrer stand den Jugendlichen Rede und Antwort und kam auch schnell persönlich mit ihnen ins Gespräch.

„Mir macht die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einfach großen Spaß“, so der Student aus Maastricht, der ein Jahr lang Straßenkinder in Argentinien betreute und auch in seiner Freizeit gerne den ein oder anderen „Korb schmeißt“.

Er und Mine Kilic hoffen nun, dass sich das kostenlose Angebot der Stadt in den nächsten Wochen etablieren wird. Sie können dabei auf die Unterstützung ihrer bisherigen Gäste hoffen. „Ich werde meine Freunde auf die nächsten Termine aufmerksam machen“, meint die 14-jährige Dunja, Schülerin des Ritzefeld-Gymnasiums. Und auch die Initiatorin gibt so schnell nicht auf. Kilic: „Ich bin weiterhin zuversichtlich.“

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