Stolberg - Nicht nur die Schauspieler haben eine Menge gelernt

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Nicht nur die Schauspieler haben eine Menge gelernt

Von: Leona Otte
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Die Musik dröhnt, Leonie scheint nicht mehr zu wissen, wo sie ist. Mit ihrem Kopf liegt sie auf der Schulter eines Fremden und ist nicht mehr ansprechbar.

Sie hat auf der Party nicht bemerkt, dass ein Mädchen aus ihrer Clique ihr etwas in Glas getan hat. Und nun liegt sie da und hat keine Kontrolle mehr über ihr Leben.

Die beschriebene Szene stammt aus dem Jugendfilmprojekt „Abdreher”. Das feierte jetzt im Kulturzentrum „Frankental” Premiere.

Die Schauspieler und die mitwirkenden Personen hatten sich in Schale geworfen und warteten gespannt darauf, wie der Film bei den Gästen ankommen würde. Schon vor dem Filmstart erfüllte Maxim Jauch den Saal mit angenehmer Klaviermusik. Dann führte der mobile Jugendsozialarbeiter der Stadt, Frank Döhla, in den Film ein.

Der Streifen selbst begann mit einem Interview, in dem ein Mädchen namens Leonie über ihre Vergangenheit berichtete. Dabei fanden immer wieder Rückblicke statt, die das Leben von Leonie zeigten. Probleme in der Schule und in der Familie führten dazu, dass sie sich abkapselte und in einen Jungen verliebte, der der rechtsradikalen Szene angehörte. Und ehe Leonie sich versah, war sie unmittelbar ein Teil dieser Szene geworden. Ihre Lebenssituation musste erst eskalieren, ehe sie einen Ausweg finden konnte.

Es gab viele strahlende Gesichter an diesem vom Publikum mit viel Applaus bedachten Premierenabend. „Für mich war der Film eine große Herausforderung, weil ich so etwas in dieser Konstellation noch nie gemacht habe”, sagte Charity Braun, Inhaberin einer Komparsenagentur, die am Projekt beteiligt war.

„Das Gefühl, mich auf der Leinwand zu sehen und ein richtig großer Star zu sein, war sehr aufregend”, berichtete derweil Hauptdarstellerin Anika Kaesmacher. Aber auch die Leiterin der städtischen Jugendeinrichtung „JaM”, Hannah Küffen, war voll des Lobes: „Die Jugendlichen haben eine tolle Entwicklung mitgemacht und engagiert gearbeitet.”
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