Stolberg - Nicht nur der Geang weiß zu überzeugen

Nicht nur der Geang weiß zu überzeugen

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
Marie-Sophie Caspar (r.) und U
Marie-Sophie Caspar (r.) und Ulrike Krone entführten - von Bernd Gaube begleitet - in die Welt der Operetten. Foto: D. Müller

Stolberg. Als es am Samstagabend im Rahmen der Abo-Konzerte „Operett Kokett” hieß, freute sich das Publikum, im gut besuchten Rittersaal der Burg auf zwei bekannte Gesichter und Stimmen zu treffen: Die Sopranistinnen Marie-Sophie Caspar und Ulrike Krone gastierten bereits vor einem knappen Jahr in der Kupferstadt und begeisterten, von der Pianistin Katja Schönafinger begleitet, mit Melodien aus der Welt der Operette.

Diesmal in Begleitung von Bernd Gaube am Flügel, eröffneten Krone und Caspar humorvoll den Konzertabend mit „Mausi, süß warst du heute Nacht” aus Paul Abrahams „Viktoria und ihr Husar”.

Nach dem komischen Beginn zeigten sich die Sängerinnen dann von der gefühlvollen Seite. Caspar intonierte hinreißend den Chanson „Oh mein Papa” aus Paul Burkhards musikalischer Komödie „Das Feuerwerk”, bevor Krone - jetzt im feschen Dirndl - den Saal betrat. Sie war in die Rolle der Josepha Vogelhuber geschlüpft, ihres Zeichens Chefin des „Weißen Rössls” und bot „Es muss was Wunderbares sein, von die geliebt zu werden” eindrucksvoll dar.

Ebenfalls aus dem Singspiel von Ralph Benatzky schloss sich Caspar mit „Mein Liebeslied muss ein Walzer sein” an. Die Sopranistinnen glänzten mit Liedern wie „Die tolle Lola” (Hugo Hirsch) und „So stell ich mir die Liebe vor” aus der Operette „Hochzeitsnacht im Paradies” von Friedrich Schröder. Sie huldigten Franz Lehár mit dem „Vilja-Lied” aus „Die lustige Witwe”, „Meine Lippen, sie küssen so heiß” (Giuditta) und „Heut noch werd ich Ehefrau” aus „Der Graf von Luxemburg”.

Caspar und Krone überzeugten dabei nicht nur durch Temperament, Leidenschaft und virtuose stimmliche Qualitäten, sondern auch durch die darstellerische Umsetzung, wobei sie sich nicht auf die Lieder beschränkten. Schauspielerische Einlagen dienten ihnen vielmehr als unterhaltsame Brücken zwischen den einzelnen musikalischen Bestandteilen des überaus abwechslungsreichen Programms.

„Ich schenk mein Herz nur dem allein, dem ich das Höchste könnte sein” aus Carl Millöckers Operette „Die Dubarry” sprach das Publikum ebenso an wie der „Alabama-Song” aus der Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny” von Bertold Brecht und Kurt Weill oder Fred Raymonds Schlager aus den 1930er Jahren „Mein Bruder macht im Tonfilm die Geräusche”.

Das nächste Abo-Konzert im Rittersaal der Burg steht im Zeichen des Jazz, wenn am Samstag, 22. Oktober, um 20 Uhr das „Malischewski Quartett” aufspielen wird.
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