Newa-Ensemble aus St. Petersburg: Die russische Seele singt von Wehmut

Von: dim
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Das Newa-Ensemble mit Sergey Leonovich (v. l.), Olga Romanovskaja und Boris Kozin aus dem russischen St. Petersburg begeistert bei seinem Gastspiel in der Finkenbergkirche. Foto: D. Müller

Stolberg. Es sind die Weite des Landes, eine bewegte Geschichte, die Sehnsucht der russischen Seele und noch viel mehr, die das Newa-Ensemble virtuos musikalisch vermittelt. Ob solistisch, im Duett oder dreistimmig – die Musiker aus St. Petersburg berührt die Herzen der Zuhörer mit seinem Gesang ebenso wie mit dem Spiel des Klaviers und der Geige.

So wie jetzt in der Finkenbergkirche, als Mezzosopranistin und Pianistin Olga Romanovskaja, Bariton und Violinist Boris Kozin sowie Tenor Sergey Leonovich die Zuhörer begeisterten.

Im Rahmen des Internationalen Konzertzyklus‘ in der Finkenbergkirche präsentierte das Newa-Ensemble sein aktuelles Programm „Aus Russland mit der Liebe“ und transportierte dabei mittels Musik eine große Fülle von Empfindungen. Wehmut, Jubel und Leid, Freude und Kummer, Hoffnung, Melancholie und tiefe Trauer gehörten dazu, aber auch die Stärke des Glaubens wurde immer wieder gekonnt und kraftvoll von den Musikern intoniert.

Hoch atmosphärisch unterhielt das Newa-Ensemble sein Publikum auf hohem Niveau. Die Stolberger Zuhörer kamen dabei in den Genuss, dass auch die russisch-sakralen Gesänge teilweise mit Instrumenten begleitet wurde, was in der orthodoxen Kirche eigentlich nicht gestattet ist.

Lieder wie „Ach, Du meine schuldige Seele“ aus dem 18. Jahrhundert, „Freude am Haus Gottes“ oder der georgische „Cherubinische Gesang“ aus dem 19. Jahrhundert ergriffen die Gäste in der Finkenbergkirche. Aber auch bei den dargebotenen weltlichen Klängen brillierte das Ensemble, das hohes musikalisches Können mit tiefer Leidenschaft und großen Gefühlen paarte. Die Lieder aus Russland, der Ukraine und Georgien thematisierten anrührend Alltagsgeschichten und Romanzen, und auch ein „Tanzlied“, ein „Arbeitslied“ oder Volksweisen wie „Im dunklen Wald“ oder „Moskauer Nächte“ beeindruckten das Publikum dank der glänzenden Umsetzung des Newa-Ensembles aus St. Petersburg.

Die langanhaltenden Ovationen am Ende des großartigen Konzerts genossen die russischen Musiker zurecht, denn die Intensität, Qualität und Emotionalität der Darbietungen überzeugten auf ganzer Linie.

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