Stolberg - New Yorker Ausnahme-Gitarrist Rafferty in Stolberg umjubelt

New Yorker Ausnahme-Gitarrist Rafferty in Stolberg umjubelt

Von: mlo
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So etwas hört man nicht alle
So etwas hört man nicht alle Tage: Adam Rafferty fasziniert in der Altstadtkneipe „Piano” und gibt nach zwei Stunden Höchstleistungen auch noch Zugaben. Foto: M.L. Otten

Stolberg. Der New Yorker Gitarrist Adam Rafferty, Meister im Fingerpicking, ist momentan mit seinem Programm „Rock the House Tour 2012” auf Europatournee. Nach Vorstellungen in Brüssel und Aachen machte er jetzt Halt in Stolberg.

In der Altstadtkneipe „Piano” faszinierte er eine große Fangemeinde mit seinen virtuosen Stücken auf der mit Stahlsaiten bespannten Akustikgitarre.

Die Basssaiten werden mit dem Daumen, mit und ohne Plektrum, gezupft, die Melodiesaiten mit Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger, und fertig ist das Fingerpicking. Was so einfach gehen soll, ist bei weitem viel komplizierter. Adam Rafferty ist ein Multitalent in Sachen Gitarrentechnik. Dazu kommt eine große Sensibilität im Ausdruck. Sein Spiel ist detailreich: Viele Verzierungen, rhythmische Akzente und souveräne Spielkultur zeugen von reichlicher Erfahrung. Er gilt in der Szene wohl als der Größte. Mit Recht!

Immer wieder gibt es Szenenapplaus für seine grandiosen Soli. Zurufe aus dem Publikum, Pfiffe und tobender Applaus nach den einzelnen Stücken sind ihm sicher. Mal gibt es Balladen wie „To the Moon”, mal Gitarren-Percussion und Human Beat Box - Stimmeffekte und Geräuschimitationen mit dem Mund - als rhythmische Einlage, mal zeigen die Eigenkompositionen wie „Shelter Island” seine begnadete Virtuosität. Allein der Anspruch der Vollkommenheit und Ästhetik bestimmen das Spiel.

Zwischen den Stücken erzählt er kleine Geschichten, teils sogar in deutscher Sprache, und versetzt die Zuhörer immer wieder in Heiterkeit. Beseelt und ganz eins mit seinem Instrument, präsentiert er seine Kompositionen. Das Publikum erlebt eine zweistündige Reise durch die Ära Michael Jackson („Ill be there”, „Billie Jean”, „Ben”, „Thriller” „Man in the Mirror”) und Stevie Wonder („Superstition”, „Overjoyed”).

Raffertys Bühnenpräsenz ist perfekt. So etwas hört man nicht alle Tage. Wahrlich mitreißend sind auch „Tequila”, „brasilianischer Samba” und Jazzstandards wie „Autumn Leaves” oder „Man in the Mirror”. Nach zwei Stunden Höchstleistungen gibt es dann auch noch Zugaben. Zufrieden lassen alle zusammen in der gemütlichen Atmosphäre der Stolberger Altstadt den Abend ausklingen.

Am 31. März sind die „Red Hot Cancers” zu Gast im „Piano”. Max Hütten (Gitarre, Gesang), Klaus Hermanns (Bass, Gesang), Frank Lohmann (Schlagzeug, Gesang) und Markus Steinhauer (Saxofon) werden mit einer einzigartigen Mischung aus Jump & Swing-Blues die 40er und 50er Jahre aufleben lassen.
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