Stolberg - Neusser Kabarett-Ensembles amüsiert mit Komödie „Rathauskantine“

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Neusser Kabarett-Ensembles amüsiert mit Komödie „Rathauskantine“

Von: Nina Junker
Letzte Aktualisierung:
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Hausmeister Jupp Schwaderath und Stadtarchivar Alfred Sühlheim hecken einen Plan aus, wie der „Überschuss“ von 135 000 Euro versteckt werden kann. Foto: N. Junker

Stolberg. Die Geschichte einer städtischen Controllerin, eines Hausmeisters und eines Stadtarchivars sorgte für gute Laune des Stolberger Publikums, das sich zu einer Vorstellung des Neusser Kabarett-Ensembles „Rathauskantine” im Saal des Büsbacher Lokals „Angies” versammelt hatte.

Mit einer schauspielerisch und gesanglich beeindruckenden Leistung überzeugte Stefanie Otten in der Rolle der städtischen Controllerin Simone Strack, die sich zum Ziel gesetzt hat, kurzfristig Ordnung in die diversen städtischen Haushalte zu bringen.

Damit schreckt sie allerdings Hausmeister Jupp Schwaderath, gespielt von Dennis Prang, auf, der als bekannter Kantinendauergast eine ominöse Kaffeekasse zu verwalten hat. Durch seine Schwierigkeiten Fachausdrücke zu verstehen und sein Talent, immer in den falschen Momenten einen Witz zu reißen, sorgt er für den ein oder anderen Lacher des Zuschauers. Als Hausmeister Schwaderath allerdings feststellt, dass er Frau Stracks akribischer und investigativer Arbeit nicht entgehen kann, sucht er Rat bei Jens Spörkmann, der in der Rolle des Stadtarchivars Alfred Sülheim versucht, den Hausmeister zu schützen.

Nach Sülheim trägt sich die Geschichte in der Stadt „Ratherbruch” zu. Ausgangslage des Stückes ist das Problem der überfüllten Kaffeekasse und der Plan, Ratherbruch sowie die gesamte rheinische Tiefebene zum Weltkulturerbe zu erklären.

Simone Strack hat den Plan, Maßnahmen zu ergreifen, die Ratherbruch „zukunftsfähig, noch transparenter, noch bürgernäher und noch effizienter” machen sollen. Als Hausmeister Jupp Schwaderath Stadtarchivar Alfred Sühlheim von seiner Kaffeekasse beichtet, reagiert dieser erst einmal ganz gelassen: „Machen Sie sich mal keine Sorgen. Was soll schon passieren? Ich sehe die Schlagzeile schon vor mir. Spiegelonline berichtet: Kaffeekassengate in Ratherbruch, es fehlen drei Euro zehn…“. Das wahre Problem: Ein Überschuss von 135.000 Euro.

Nach der Pause betreten die Kabarettisten als drei kleine Schweinchen verkleidet die Bühne. Im Folgenden wird über mehr oder weniger relevante Themen wie die Schweinegrippe, die Flüchtlingskrise und politische Hirngespinste philosophiert. Jetzt tritt Dennis Prang als Paketbote in Erscheinung, der sich über die ungerechte Verteilung der Steuern auslässt und diese anhand eines Kuchens, dessen verschieden große Stücke er an das Publikum verteilt, verdeutlicht. Panik bricht bei Hausmeister Schwaderath und seinem Kollegen Sühlheim aus, als sich ein amerikanisches Fernsehteam ankündigt. Ist die Kaffeekasse aufgeflogen? Journalistin Paddy (Stefanie Otten) und ihr Interviewgast, ein Bauer alias Jan Josef Liefers ( Jens Spökermann), diskutieren über das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP und tragen durch enorme Komik zur besten Unterhaltung der Zuschauer bei.

Zum Ende des Stückes muss noch die Frage der Kaffeekasse gelöst werden. Was soll nur mit dem überschüssigen Geld gemacht werden? Schließlich kommt man auf die Idee, die anfallenden Kosten für den Antrag des Weltkulturerbes Niederrhein mit den 135.000 Euro der Kaffeekasse zu begleichen. Das Problem der ominösen Kaffeekasse ist innerhalb von Sekunden gelöst.

„Ende gut, alles gut”, stellt Controllerin Simone Strack fest. Auch für das Neusser Kabarett-Ensemble, das sich derzeit auf Rheinland-Tour befindet, nahm die Veranstaltung ein gutes Ende. Unter großem Beifall des Publikums fiel der Vorhang, der das Ende eines wahrhaft gelungenen Abends einläutete. Der eine oder andere Zuhörer musste sich sichtlich anstrengen, die Lachtränen zu unterdrücken.

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