Neun Gemeinden und nur ein einziger Leiter

Von: Gabriele Halili
Letzte Aktualisierung:
5221084.jpg
Der Vorstand des Zweifaller Kirchenchores sprach die Probleme nach der Zusammenlegung der Pfarren an. Foto. Gabriele Halili

Stolberg-Zweifall. Die Mitglieder des Kirchenchores St. Rochus/Zweifall trafen sich jetzt zu ihrer Jahreshauptversammlung. Dabei stand in erster Linie die derzeitige Situation und die weitere Zukunft in Bezug auf die Neuorientierung der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG-Stolberg Süd), zur Diskussion.

Zum Hintergrund: Insgesamt sind neun Gemeinden der GdG-Stolberg Süd zugeteilt. Hauptleiter ist hierfür Präses Pfarrer Norbert Bolz. Für diese Gemeinden ist ein Chorleiter, Franz Körfer, zuständig.

Bei Kaffee und Kuchen hatten sich die Mitglieder im Pfarrheim, Hellebendstraße eingefunden. Marion Adrian, die Vorsitzende des Chores, sprach direkt nach der Begrüßung die derzeitige Situation an. Unterstützt wurde sie vom Hauptleiter der singenden Gemeinschaft, Pfarrer Norbert Bolz. Dabei kam sofort zur Sprache, dass es mit Zweifall neun „singende“ Gemeinden gibt, die allerdings nur von einem Chorleiter, Franz Körfer dirigiert werden. Dies stellt bereits ein Problem dar; ein Chorleiter kann eben nicht überall sein.

Personalmangel und finanzieller Druck bleiben ein Problem. „Daher ist unser Zweifaller Chor in diesem Jahr leider noch nicht zum Gesang gekommen. Im letzten Jahr hatten wir schon fleißig für den Auftritt zur Osternacht geübt“, bedauert die Vorsitzende, Adrian. Mittlerweile findet die Gestaltung der Osternacht zwischen Zweifall und Vicht im jährlichen Wechsel statt. Zudem möchte der Chor ganz gerne in der Zweifaller Kirche zum Einsatz kommen. Da aber längere Zeit nicht gesungen werden konnte, kommt dies zur Zeit nicht in Betracht.

Für die Zukunft will man eventuell noch einmal sogenannte Projektsänger für‘s Einüben gewinnen. Dabei handelt es sich jedoch um eine rein ehrenamtliche Unterstützung, welche auch nicht immer ganz einfach zu gewinnen ist.

Insgesamt sind sich alle Mitglieder einig, die Zukunft sieht nicht einfach aus; wie in vielen Vereinen und den Gemeinden stehen nicht mehr genügend finanzielle Mittel zur Verfügung. Das heißt, wenn auch in Zukunft wieder fleißig gesungen werden soll, ist Eigeninitiative gefragt.

Pfarrer Bolz brachte diesbezüglich den Vorschlag eines Fördervereins in die Diskussion. Jedenfalls werde für das „Cäcilienfest“ am 23. November geübt und gesungen, lautete einstimmig das Credo. Ebenso möchten alle Beteiligten weiterhin an ihren regelmäßigen Treffen festhalten, auch dann, wenn nicht gesungen wird.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert