Neujahrskonzert im Zinkhütter Hof: Die Sternstunde des Kulturlebens

Von: Marie Luise Otten
Letzte Aktualisierung:
11551439.jpg
„O sole mio“, man sieht den Künstlern geradezu die Freude am Gesang an: Das Neujahrskonzert mit Sopranistin Silvia Rampazzo und Tenor Cristian Lanza war eine Sternstunde im Kulturleben Stolbergs. Foto: Otten

Stolberg. Das neue Jahr mit einem festlich und schwungvollen Konzert zu begrüßen, ist in Stolberg zu einer schönen Tradition geworden. So waren die Zuhörer auch in diesem Jahr mit großen Erwartungen in das Museum Zinkhütter Hof gekommen, um den musikalischen Darbietungen des weltbekannten Tenors Cristian Lanza und der bekannten Sopranistin Silvia Rampazzo zur Klavierbegleitung von Alexander Zolotarev zu lauschen.

Diese wurden weit übertroffen, denn jeder Auftritt der international erfahrenen Künstler war ein Hochgenuss und eine Sternstunde in Stolbergs Kulturleben. Unter dem Titel „Bella Napoli“ fanden sich Arien von Puccini und Verdi sowie populäre italienische Lieder. Sowohl die Opern-, als auch die Italienliebhaber kamen voll auf ihre Kosten.

Der Morgen war gleichzeitig der Auftakt zu „Stolberg goes Best of“ mit Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier als Schirmherrn, der allen Anwesenden im ausverkauften Saal ein glückliches, erfolgreiches und gesundes neues Jahr wünschte und Kulturmanager Max Krieger für diese exklusive Matinée dankte.

Der erste Auftritt gehörte Silvia Rampazzo und der großen Arie „Vissi d’arte“ aus der Oper Tosca von Giacomo Puccini. Die Mischung aus strahlendem Wohlklang und dramatischer Spannung erzeugte gleich Gänsehautfeeling. Auch Cristian Lanza, zum dritten Mal in Stolberg (zuvor im Kupferhof Rosental bei Stolberg goes Italy)wusste mit der Romanze aus der gleichen Oper das Publikum für sich einzunehmen. Beide boten die ganze Bandbreite ihres musikalischen Potenzials dar.

Bis zur Pause sangen sie abwechselnd Arien aus den Opern „La traviata“ und „Aida“ von Giuseppe Verdi. Edel im Klang, nuanciert, ausdrucksstark und flexibel gestalteten sie das Duett „Le fatal pietra“ aus Aida. Rampazzo und Lanza begeisterten mit beseelter Stimmschönheit zwischen Liebesrausch und Verzweiflung.

Der aus Köln angereiste russische Pianist Alexander Zolotarev begleitete die Sänger mit klanglicher Noblesse. Sensibel und voller Gefühl bot er in einem Solovortrag eine Romanze von Robert Schumann.

In der zweiten Hälfte präsentierten die drei dann populäre neapolitanische Lieder, die sie mit Charme und Esprit zum Leben erweckten. Darunter waren „Torna a Surriento“ (Komm zurück nach Sorrento, 1902), „Core ’ngrato“ (Undankbares Herz, 1911), „O sole mio“ (1898), „Funiculi, funicula“ (komponiert 1880 zur Eröffnung der Seilbahn auf den Vesuv).

In dem wunderschönen Duett „Libiamo“ aus der Oper La Traviata, einer der beliebtesten von Verdi, forderte die lebenslustige und ganz dem sinnlichen Genuss ergebene Violetta Valéry den jungen Alfred Germont zu einem Trinkspruch auf, worauf er in einer schwungvollen Strophe ihre Schönheit preist. So ging ein bezauberndes und überwältigendes Konzertereignis zu Ende, jedoch nicht ohne Wiederholung des Trinkspruchs.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert