Neues Spezialgefährt für das Technische Betriebsamt

Von: Jürgen Lange
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Knallig in der Farbe, handlich im Format: Der neue Ladog des Technischen Betriebsamtes kann mehr als nur Winterdienst. Foto: J. Lange
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Andreas Kreutz (kl. Bild) ist der Fahrer des neuen Ladog des Technischen Betriebsamtes. Foto: J. Lange

Stolberg. Andreas Kreutz ist sichtlich stolz auf seinen neuen Flitzer. Seit ein paar Tagen steht das Spezialgefährt im leuchtenden Kommunalorange auf dem Hof des Technischen Betriebsamtes (TBA) und erhält den letzten Feinschliff für seinen Einsatz auf Stolberger Gassen.

Ein Ladog, Made in Germany, bereichert die 54 Fahrzeuge umfassende Flotte des TBA und ersetzt den ersten von zwei alten Unimog. Die sind so in die Jahre gekommen, dass „sie zu viele Standzeiten aufgrund von Wartungsarbeiten und Reparaturen aufweisen“, sagt Tobias Röhm. „Der Betrieb der fast ausschließlich im Winterdienst eingesetzten Fahrzeuge ist unwirtschaftlich“, so der Technische Beigeordnete.

Entsprechend der Empfehlungen aus dem DKC-Gutachten aus dem Jahre 2013 soll das TBA jedoch mit einer modernen und flexibel einsetzbaren Fahrzeugflotte ausgestattet sein, um seine Aufgaben auch effizient abwickeln zu können. Da kommt Amtsleiter Georg Paulus die Fahrzeuggattung aus dem Schwarzwald gerade recht. Dem Vergabeausschuss und dem Kämmerer nicht minder. Denn im Vergleich zu der geländegängigen Stern-Flottille sind die Produkte des mittelständischen Unternehmens nicht nur deutlich günstiger zu haben, sondern aufgrund ihrer geringen Breite und des kurzen Aufbaus gelten sie auch als gefragte Spezialisten für die engen und steilen Gassen und Friedhöfe im Stadtgebiet.

Knapp 190.000 Euro standen an Haushaltsmitteln für die Beschaffung bereit. Mit rund 120 PS aus einem Euro-6-Dieselmotor, Allradantrieb und -lenkung verfügt der kleine Spezialist schon einmal über ausreichend innere Werte, um im Voreifel-Winter bestehen zu können, ist sich Kreutz sicher. Und die GPS-Ausstattung ermöglicht die Dokumentation der Einsätze mit dem multifunktional faltbaren Schneepflug, sagt der 54-Jährige. Die Schaufel kann nicht nur rechts- oder linksbündig ausgerichtet, sondern dank des mittleren Scharniers auch nach vorne und hinten ausgerichtet werden.

„Das macht die Arbeit viel einfacher“, sagt Kreutz. Aber die Frontanbauvorrichtung bietet auch die Möglichkeit, andere Geräte als den Schneepflug zu montieren und einzusetzen. Hydraulisch ankuppelbare Kehrmaschine, Nassreinigung oder Mähwerk wären denkbare Möglichkeiten.

Der aktuelle 1,3 Kubikmeter fassende Aufsetz nebst Streuer für das Streugut ist ebenfalls mobil. Und das bedeutet, wenn es nicht friert und schneit, kann der Ladog auch anderweitig eingesetzt werden. Die Ladefläche ist nach drei Seiten kippbar. Damit sind beim einem maximal zulässigen Gesamtgewicht von 7000 Kilogramm kleinere Transporte von Streugut und Material an schwierig erreichbare Orte kaum noch ein Problem.

Zudem bietet die Fahrerkabine Andreas Kreutz einen zeitgemäßen Komfort, allenfalls die niedriger Sitzposition vor der großen Frontscheibe sind noch ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Längst gewöhnt hat sich Georg Paulus an die neue Fahrzeuggattung in städtischen Diensten: „Es ist bereits unser sechster Ladog“, sagt der TBA-Leiter. Es ist allerdings auch der erste, der gezielt für den Winterdienst angeschafft wurde und gleichzeitig das Jahr über für weitere Aufgeben herangezogen werden kann. Die übrigen Schwarzwald-Laster sind vor allem im Bereich des Friedhofswesens eingesetzt. „Und weil die Fahrzeuge noch keine 7,5-Tonner sind, dürfen sich auch mit dem alten Führerschein der Klasse 3 gefahren werden“, verweist Georg Paulus auf einen weiteren Vorteil bei der Disposition von Fahrzeugen und Personal.

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